SuSE kündigt 64-Bit-Linux für Mainframes an

Ab Mitte Mai will SuSE eine native 64-Bit-Variante des SuSE Linux Enterprise Server 7 für IBM zSeries ausliefern. Damit lassen sich die Möglichkeiten von IBMs neuer zSeries-900-Architektur jetzt auch unter Linux voll ausreizen.

So können komplexe Anwendungen jetzt vor allem einen deutlich größeren Adressraum nutzen. Damit auch die Investitionen in bestehende Anwendungen erhalten bleiben, unterstützt der SuSE Linux Enterprise Server durch 31-Bit-Shared-Libraries auch den parallelen Betrieb von 31-Bit- und 64-Bit-Applikationen auf einer Maschine. Mit Kernel 2.4.17, glibc 2.2.4, Logical Volume Manager und dem Journaling-Filesystem ReiserFS basiert das neue Mainframe-SuSE auf dem aktuellen Stand der Linux-Entwicklung. Daneben unterstützt es auch HiperSockets, ein wesentliches High-Performance-Feature der IBM zSeries. Dies erhöht die Geschwindigkeit des Datenaustauschs zwischen den virtuellen Servern innerhalb des Großrechners und stellt so einen optimalen Datentransfer zwischen Host-Betriebssystem und Linux-Partitionen sicher.

Aufgebohrt: Mit der 64-Bit-Variante des Linux Enterprise Server 7 von SuSE lassen sich die Möglichkeiten der z900-Mainframes ausreizen. (Bild: IBM)

SuSE gewährleistet nach Kauf über mindestens 24 Monate einen ständig aktuellen und stabilen Stand der Betriebssystembasis. Darüber hinaus offerieren die Nürnberger individuelle Unterstützung sowohl bei der Integration neuer Software wie auch beim laufenden Systembetrieb. Das Support-Portfolio umfasst verschiedene Varianten zu festen Preisen, mit definierten Reaktionszeiten und auf Wunsch auch rund um die Uhr.

Was Linux auf dem Großrechner kann und welche Aspekte es für den Unternehmenseinsatz so interessant machen, zeigt unser Report Linux auf dem Mainframe. (jlu)