Studie: Linux günstiger als Windows und Solaris

In einer Studie hat die Robert Frances Group (RFG) die Total Costs of Ownership (TCO) von drei populären Serverplattformen ermittelt. Linux liegt dabei deutlich vor Windows und Sun Solaris.

Das Ergebnis der Studie könnte - wie die Grafik zeigt - eindeutiger nicht sein. Die Marktforscher sprechen deshalb eine klare Empfehlung für Linux aus. Firmen sollten sich nach den Erkenntnissen aus der Studie dennoch bewusst machen, dass Linux vor allem in der Anfangszeit teilweise höhere Kosten im Vergleich zu Windows verursachen könne. Das betreffe vor allem die Implementierung und die Administration im ersten Jahr.

Total Costs of Ownership: Beim Vergleich der drei Systeme über drei Jahre hinweg schneidet Linux am günstigsten ab, wie die RFG ermittelt hat. Quelle: RFG

Insgesamt hat die RFG für die Berechnung der jährlichen Gesamtkosten eines Serversystems 14 verschiedene Datensätze abgefragt. Nach Angaben der Marktforscher sind in der Studie weltweit 2000 IT-Manager befragt worden. Es seien mittlere bis große Unternehmen aus verschiedenen Branchen dabei gewesen. Ermittelt hat RFG die Kosten, die ein Webserver-System aufwirft. Den Marktforschern schien trotz diverser Funktionen, die Serversysteme anbieten, der Betrieb von Webseiten als am einfachsten messbar.

Die Mehrheit der Befragten hatte folgende Kombinationen: Windows mit IIS, Linux mit Apache und Sun Solaris mit Apache. Bei Linux- und Windows-Systemen kamen zumeist Intel-x86-Porzessoren zum Einsatz, bei Sun Solaris liefen die Systeme auf SPARC.

Aus vier Hauptbereichen hat RFG Daten gesammelt: Software-Anschaffung, Software (Pflege, Upgrades), Hardware (Anschaffung, Pflege) und Administration. Die jeweils dicksten Brocken machten Hardware und Administration aus. Was vor allem bei den vergleichsweise günstigen Linux-Distributionen nicht verwundert. (uba)