Stoppt Intel Entwicklung von Tulsa, Tejas, Potomac?

Intel wird heute bekannt geben, dass es die Entwicklung der unter dem Codenamen "Tejas" geführten nächsten Generation des Pentium 4 einstellt. Dies berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Der britische Newsdienst Inquirer berichtet zudem vom Aus aller bislang bekannten Xeon-Nachfolger.

Demnach gab es bei Tejas, dem Nachfolger des aktuellen Pentium 4 "Prescott", unter anderem Probleme bei der Leistungsaufnahme. Tejas hätte Ende dieses Jahres oder Anfang 2005 auf den Markt kommen sollen. Die an dem Design arbeitenden Entwickler sollen auf andere Projekte umgesetzt werden. In logischer Konsequenz bedeutet das Aus von Tejas zugleich das Ende für Jayhawk. Dieser für Anfang nächsten Jahres geplante Xeon für Dualprozessorsysteme basiert - wie alle Xeon-DPs - auf dem jeweils aktuellen Desktop-Design.

Inzwischen obsolet: Intels Vice President Mike Fister präsentiert auf dem Intel Developer Forum im Februar die künftigen Xeon-Prozessoren.

Wie der britische Newsdienst The Inquirer aus glaubhaften Quellen in Taiwan erfahren haben will, stehen neben dem Tejas aber auch die "großen" Xeon-MPs vor dem Aus. Die unter dem Codenamen Tulsa (Xeon MP mit Dual Core) und Potomac (Xeon MP) geführten Prozessoren soll Intel demnach nicht mehr zur Marktreife entwickeln. Beim Potomac hätte Intel die 64-Bit Extension Technology erstmals bei der Xeon-MP-Serie eingeführt und sich selbst Konkurrenz zum Itanium geschaffen. Die Fertigung von Potomac wäre im 90-nm-Prozess erfolgt.

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