Spezialisten für die Fehlersuche

Fehlermeldungen vorzusortieren und wichtige von unwichtigen zu unterscheiden gehört längst zum Standardrepertoire von Netzma-nagementprogrammen. Jetzt trimmen die Hersteller ihre Produkte darauf, dass sie die Ursache von Störungen erkennen.

Von: Dr. Klaus Plessner

Ein Problem kommt nie allein. Jedenfalls nicht in einem Computernetz, das Tausende Geräte enthält, die nach verschiedenen Übertragungsstandards kommunizieren, auf verschiedenen Betriebssystemen beruhen und Hunderten von Anwendungen als Plattform dienen. Fällt eine der zahlreichen Komponenten eines Netzwerks aus, egal ob Hard- oder Software, zieht sie eine Reihe von Störungen nach sich. Der Netzadministrator erhält dann auf seiner Überwachungskonsole nicht nur eine Meldung, sondern eine Flut von Hinweisen. Was ihn aber vor allem interessiert, ist der Auslöser der Kette von Problemen, die Ursache oder auf englisch "Root Cause".

Ist der der letzte Dominostein umgefal-len, liegt es vermutlich daran, dass vorher der erste gestürzt ist. Eine Root-Cause-Analyse ermittelt den 'ersten Beweger'.

Fast alle Hersteller von Programmen für das Netzmanagement bieten Lösungen für die Root-Cause-Analyse: sowohl die Framework-Produzenten BMC Software, Computer Associates, Hewlett-Packard und IBM Tivoli als auch Anbieter von Speziallösungen. Die Firmen Aprisma, Micromuse, Riversoft und Smarts widmen sich hauptsächlich der Fehlersuche in Unternehmens- und Providernetzen und haben Software entwickelt, die die Aufgabe weitgehend automatisch erledigt.