Speicherkrise: Micron macht hohe Verluste

Nach Infineon musste jetzt auch Speicherhersteller Micron tiefrote Zahlen melden. Das US-Unternehmen machte im dritten Geschäftsquartal 2001 einen Verlust von 301 Millionen US-Dollar oder 50 Cents pro Aktie.

Analysten der Wall Street hatten nur mit einem Verlust von 15 Cents pro Aktie gerechnet. Zum Vergleich: Im dritten Geschäftsquartal des Vorjahres hatte Micron einen Gewinn von 47 Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal 2001 beläuft sich auf 818 Millionen US-Dollar.

Im Vergleich zum vorangegangenen zweiten Quartal sank der Umsatz des DRAM-Herstellers damit um 24 Prozent. Der Grund: Der durchschnittliche Speicherpreis pro Megabit sank in den letzten drei Monaten um 35 Prozent. Laut Micron hat eine um 20 Prozent gestiegene Auslieferung den Preiseinbruch noch etwas aufgefangen.

Wie berichtet, erlebt der Speichermarkt derzeit den schlimmsten Einbruch seit 1985. Der Umsatz der DRAM-Branche wird nach einer Prognose von Dataquest in diesem Jahr von 31,5 Milliarden US-Dollar auf nur noch 14 Milliarden US-Dollar absacken. Daher kommen die tiefroten Zahlen von Infineon und Micron nicht überraschend. (jma)