Spam-Schutz für Server

Die Zahl der unerwünschten Werbe-Mails nimmt stetig zu und kostet die Anwender Zeit und die Firma Netzwerk-Ressourcen. tecCHANNEL zeigt, wie Sie effektiv gegen die Nachrichtenflut vorgehen.

Im Laufe der Zeit sind Werbe-Mails zu einem der größten Ärgernisse des Internets geworden. Zahlreiche Massenversender fluten Mail-Server und Newsgroups mit ihren unerwünschten Nachrichten. Sowohl Benutzer als auch Systemadministratoren werden dadurch in zunehmenden Maße belästigt. Von diesen aggressiven Marketing-Maßnahmen kann jeder betroffen sein, der über eine eigene Mail-Adresse verfügt. Und tatsächlich blieb kaum jemand davon verschont.

Bereits im Januar 2001 rechnete die Studie "Unerbetene kommerzielle Kommunikation und Datenschutz" im Auftrag der Europäischen Union mit rund 20 Milliarden Werbe-Mails täglich. Eine interne Auswertung des Mail-Dienstes GMX für den Zeitraum Mai bis Juli 2002 lieferte noch dramatischere Zahlen: Bei jeder siebten E-Mail von externen Servern handelte es sich um eine Spam-Mail, die von GMX abgewiesen wurde. So verhindern die Spam-Filter die Zustellung von 900 Spam-Mails pro Minute.

Nicht nur aufdringlich: Mail-Clients wie Outlook sind gefährdet, denn viele Spam-Versender wollen gleich den passenden Dialer einschmuggeln.
Nicht nur aufdringlich: Mail-Clients wie Outlook sind gefährdet, denn viele Spam-Versender wollen gleich den passenden Dialer einschmuggeln.

Das Schlimme an Spam ist nicht nur, dass es Zeit kostet, die Mails auszusortieren und zu löschen. Häufig verwenden die Spammer HTML- und Javascript-Code, um Dialer oder andere Bösartigkeiten auf den Rechner des Empfängers zu schleusen.

Um den zweifelhaften Marketing-Maßnahmen der Versender erfolgreich Einhalt zu gebieten, ist es erforderlich, das Versenden derartiger Massen-Mails schon im Vorfeld zu verhindern. Im folgenden Beitrag erläutern wir unter anderem, wie man verhindert, dass der eigene Mail-Server für unautorisiertes Relaying verwendet wird und zeigen Möglichkeiten auf, Spam abzuwehren.