Volumen 100 Millionen Dollar

Skype kündigt US-Börsengang an

Die Luxemburger Internet-Kommunikationsfirma Skype hat den Gang an die US-Börse beantragt. Dem Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC zufolge plant Skype den Verkauf sogenannter American Depository Shares (ADS) im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar.

Angestrebt wird eine Notierung am Global Select Market der US-Hightech-Börse Nasdaq. Die Skype-Mutter soll im Zuge des IPO in eine luxemburgische Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Die Internet-Handelsfirma eBay hatte im vergangenen Herbst ihre Mehrheit an Skype an Skype Global verkauft. Dahinter steckt eine Investorengruppe unter Führung von Silver Lake Partners. Der Kaufpreis betrug 1,9 Milliarden Dollar in bar plus eine Anleihe über 125 Millionen Dollar.

VoIP: Mit der Skype-Software kann man kostenlos von PC zu PC telefonieren - auch mit Video. (Quelle: Skype)
VoIP: Mit der Skype-Software kann man kostenlos von PC zu PC telefonieren - auch mit Video. (Quelle: Skype)
Foto: Skype

Skype bietet Sprach-, Video- und Instant-Messaging-Dienst für Privatpersonen und Firmen an. Seit Gründung der Firma im Jahr 2003 ist sie rapide gewachsen. Zum 30. Juni waren 560 Millionen Skype-Nutzer registriert, 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen hält allerdings "die Durchdringung unserer verbundenen und zahlenden Nutzer für gering angesichts der Marktmöglichkeiten".

Visuell: Inzwischen sind kleine Videokonferenzen möglich. (Quelle: Skype)
Visuell: Inzwischen sind kleine Videokonferenzen möglich. (Quelle: Skype)

Im zweiten Quartal stieg die Anzahl der zahlenden Premium-Kunden von Skype um 23 Prozent auf 8,1 Millionen; die Zahl der durchschnittlich verbundenen Nutzer pro Monat wuchs um 36 Prozent auf 124 Millionen.

Von den im ersten Halbjahr 2010 abgewickelten 95 Milliarden Skype-to-Skype-Gesprächsminuten waren einer Meldung des "Wall Street Journal" zufolge bereits rund 40 Prozent Video. Der Gewinn von Skype sank gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit im ersten Halbjahr auf 13,1 Millionen Dollar (durch Zinslasten für den eBay-Buyout); der Umsatz stieg hingegen um 25 Prozent auf 406,2 Millionen Dollar. (Computerwoche/cvi)