Sicherheitsbasis

Computerviren - Schreckgespenster der modernen EDV-Landschaft, wer hat noch nicht von ihnen gehört oder gelesen? Scheinbar befällt dieses "Ungeziefer" vornehmlich Windows-Rechner, und so meinen viele Unix-/Linux-Anhänger häufig sogar, ihr System sei per se Virenresistent. Wir geben einen Überblick über die Virenanfälligkeit der einzelnen Betriebssysteme und die Hintergründe dazu.

Von: Frank-Michael Schlede

Ein System- und Netzwerkverwalter muss an vielen "Fronten" kämpfen, wenn es um die Sicherheit der ihm anvertrauten Systeme geht. Ein "Schreckgespenst", das es in der Zwischenzeit auch zu einer zweifelhaften Popularität in der Tages- und Boulevardpresse gebracht hat, sind die so genannten Computerviren. Glaubt man den oftmals hysterischen Berichten, die auch in IT-Fachmagazinen immer wieder auftauchen, so stellen diese Programme die größte Bedrohung für alle Computersysteme dar. Bei einem genaueren Blick auf die Thematik wird schnell deutlich, dass zu einem Großteil Rechner betroffen zu sein scheinen, die unter einem von Microsofts Windows-Systemen betrieben werden. Meldungen über katastrophale Virenschäden auf Unix-Betriebssystemen sind noch sehr selten zu finden.

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Natürlich hat das sicher auch mit der Verbreitung der verschiedenen Betriebssysteme zu tun: Die Anzahl der Unix-Rechner mag im professionellen Systemumfeld relativ hoch sein und durch die zunehmende Verbreitung der Linux-Systeme wird sich das Betriebssystem auch weiter behaupten. Doch verglichen mit den weltweit existierenden Rechnern, die unter irgendeinem Release von Microsoft Windows betrieben werden, ist ihre Zahl eher gering. Ist die Häufigkeit von Virenattacken also nur auf die Verbreitung der verschiedenen Betriebssysteme zurückzuführen? Oder besitzen Unix-Systeme eine "eingebaute" Sicherheit gegen Virenattacken?