Seagate mit neuer Cheetah-Generation

Bei einem Redaktionsbesuch präsentiert Seagate tecCHANNEL vorab die nächste Generation von SCSI-Festplatten: Die Cheetah 10K.6 mit 146 GByte Kapazität sowie die Cheetah 15K.3 mit 73 GByte bei 15.000 U/min. Die offizielle Vorstellung der Drives folgt am Montag.

Seagates erste Neuvorstellung, die Cheetah 10K.6, wird es mit Ultra320-SCSI-Interface sowie einem Fibre-Channel-Anschluss geben. Die Festplatte dreht mit 10.000 U/min und kommt mit 36, 73 und 146 GByte Kapazität auf den Markt. Alle Varianten verwenden ein Low-Profile-Gehäuse und setzen 36 GByte große Magnetscheiben ein. Damit hat Seagate die Datendichte aktueller 10.000er SCSI-Drives verdoppelt. Die mittlere Zugriffszeit der Cheetah 10K.3 beziffert der Hersteller mit 4,7 ms. Bei der sequenziellen Datentransferrate gibt Seagate folgende Daten an: Im schnellen Außenbereich soll die Festplatte 68,5 MByte/s, im langsamen Innenbereich 38,0 MByte/s erreichen. Die Leistungsaufnahme der Cheetah 10K.6 soll im Leerlauf bei 10,8 Watt liegen.

Cheetah 10K.6: Das Ultra320-SCSI-Laufwerk bietet bis zu 146 GByte Kapazität. Die 3,0 Zoll großen Magnetscheiben rotieren mit 10.000 U/min.

Als zweite neue Festplatte stellt Seagate die Cheetah 15K.3 vor, die mit 15.000 U/min dreht und bereits die dritte Generation dieser Drehzahlklasse repräsentiert. Der Nachfolger der Cheetah X15-36LP wird mit 18, 36 und 73 GByte Kapazität angeboten. Seagate realisiert die Kapazitäten mit 18 GByte großen Plattern bei einem Durchmesser von 2,5 Zoll. Wie bei der Cheetah 10K.6 stehen ein Ultra320-SCSI-Interface oder ein Fibre-Channel-Anschluss zur Wahl. Die Angaben zur Performance der Cheetah 15K.3 sind beeindruckend: Im schnellen Außenbereich der Magnetscheiben gibt Seagate eine sequenzielle Datentransferrate von 86 MByte/s an. Im Innenbereich sollen es noch 57 MByte/s sein. Laut Hersteller beträgt die mittlere Zugriffszeit nur 3,6 ms.

Cheetah 15K.3: Die nur 2,5 Zoll großen Magnetscheiben rotieren mit 15.000 U/min. Seagate bietet die Festplatte mit 18, 36 und 73 GByte Kapazität an.

Das Unternehmen will im August 2002 mit der Auslieferung der Cheetah 10K.5 und Cheetah 15K.3 beginnen. Die Preise für die Laufwerke, die Ian O'Leary, Senior Corporate Communications Manager, gegenüber tecCHANNEL angab, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Preise Seagate-Cheetah-Festplatten in US-Dollar

Kapazitaet

Cheetah 10K.6

Cheetah 15K.3

18 GByte

--

289

36 GByte

389

519

73 GByte

699

939

146 GByte

1259

--

Mit den beiden neuen Cheetah-Serien führt Seagate auch eine neue Nomenklatur in der Bezeichnung ein. Bei der Cheetah 10K.6 steht das 10K für die Drehzahl von 10.000 U/min und ".6" für die sechste Generation. Die Cheetah 15K.3 repräsentiert die dritte Generation von Seagates 15.000er-Drives.

Seagates Senior Marketing Manager, Shawn F. Hook, gab tecCHANNEL auch einen Einblick in die anderen Festplattenentwicklungen des Unternehmens. Demnach kommt im August 2002 die Barracuda ATA V mit einer Kapazität von 60 und 120 GByte. Die Desktop-Festplatte verwendet 60 GByte große Plattern und erscheint mit einem Ultra-ATA/100-Interface auf dem Markt. Im September soll die Serial-ATA-Variante folgen. Laut Shawn F. Hook soll es zwischen beiden Versionen keinen Unterschied im Preis geben. Bis Mitte 2003 will Seagate dann auch Mobile-Festplatten im 2,5-Zoll-Format anbieten. Dem Ende sehen dagegen Seagates SCSI-Festplatten mit 7200 U/min entgegen. Sowohl die Barracuda 36ES als auch die Barracuda 180 laufen bis Ende 2002 aus. Nachfolger wird es nicht geben.

Einen Test von 35 aktuellen SCSI-Festplatten finden Sie hier bei tecCHANNEL. Zudem bieten wir Ihnen einen Vergleich von über 110 Ultra-ATA-Festplatten. (cvi)