Schnellster Computer der Welt vervierfacht seine Rechenleistung

Der Blue Gene/L von IBM besteht aus 65.536 Prozessoren und erreicht nun eine Rechenleistung von 280,6 Teraflops pro Sekunde. Innerhalb eines Jahres wurde seine Performance vervierfacht.

Der schnellste Computer der Welt, Blue Gene/L, hat seinen eigenen Rekord gebrochen und erreicht nun 280,6 Teraflops pro Sekunde statt bisher 136,8 Teraflops. Der Supercomputer von IBM wurde im Juni dieses Jahres offiziell zum schnellsten Rechner der Welt erklärt. Seine Performance wurde in den vergangenen zwölf Monaten nun vervierfacht. Gemeinsam mit dem neuen Blue Gene/L System hat das Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) einen zweiten neuen Supercomputer vorgestellt. Der ASC Purple erreicht eine Rechenleistung von 100 Teraflops und soll für Atomwaffensimulationen eingesetzt werden.

Gemeinsam erreichen die beiden Supercomputer eine Leistung von einem halben Petaflop, das entspricht 1015 Gleitkommazahlen-Operationen (Floating Point Operations) pro Sekunde. Der Blue Gene/L besteht aus 65.536 Prozessoren, ASC Purple generiert seine Rechenleistung aus 10.544 Power5-CPUs, die leistungsfähiger sind als die speziellen Power-Chips im Blue Gene/L und Zugriff auf mehr Leistung haben.

Supercomputer Blue Gene/L: Seine Rechenleistung liegt nun bei 280,6 Teraflops pro Sekunde. (Quelle: Lawrence Livermore National Laboratory)
Supercomputer Blue Gene/L: Seine Rechenleistung liegt nun bei 280,6 Teraflops pro Sekunde. (Quelle: Lawrence Livermore National Laboratory)

"Die noch nie da gewesene Leistung der beiden Supercomputer ist nötig, um das US-Nuklearprogramm ohne Tests aufrechtzuerhalten", erklärt Linton F. Brooks, Mitarbeiter der National Nuclear Security Administration. Die beiden Supercomputer sind Teil eines jahrzehntelangen Forschungsprogramms zur Entwicklung der leistungsstärksten Computer der Welt. Blue Gene/L soll unter anderem eingesetzt werden, um Materialalterung, molekulare Dynamik, Datenmodellierung und Hydrodynamik zu berechnen. ASC Purple wird die so gewonnenen Daten anschließend verwenden, um die Funktion von nuklearen Waffen dreidimensional zu simulieren. Bisher wurde diese bei unterirdischen Tests analysiert.

Weitere Infos zum Thema Supercomputing finden Sie bei tecCHANNEL im Artikel „Supercomputer: Die Top500“. (uka)

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