Schlussverkauf bei Psion

Psion versucht jetzt, mit drastischen Preissenkungen seine tastaturbasierten PDAs Psion revo und 5mx an den Mann respektive die Frau zu bringen. Das Unternehmen bietet in seinem Online-Shop den Psion revo um etwa 50 Prozent, den 5mx gar um fast 60 Prozent billiger an.

Der Psion revo kostet im Internet-Shop statt 459,65 Euro (899 Mark) nur noch 229,57 Euro (449 Mark). Der PDA kommt mit 8 MByte RAM und besitzt ein monochromes Display mit einer Auflösung von 480 x 160 Pixel. Als Betriebssystem ist EPOC installiert. Beim mit 16 MByte ausgestatteten und für den Webzugang optimierten "großen Bruder" Psion revo Plus hat Psion nicht an der Preisschraube gedreht. Er kostet weiterhin 510,78 Euro (999 Mark).

Anders sieht es beim Psion mx5 aus, den das Unternehmen geradezu verschleudert. Der PDA kostet statt 715,30 Euro (1399 Mark) jetzt nur noch 306,26 Euro (589,99 Mark). Wie der Psion Revo arbeitet der 5mx mit dem Betriebssystem EPOC und einem Display mit einer Auflösung von 480 x 160 Pixel (allerdings mit optionaler Hintergrundbeleuchtung). Der PDA verfügt über 16 MByte Speicher und einen Slot für CompactFlash-Karten.

Schnäppchen: Psion macht seinen PDA 5mx um fast 60 Prozent billiger.

Die drastischen Preissenkungen bestätigen einmal mehr, dass Psion im Bereich der tastaturbasierten PDAs mit erheblichen Absatzproblemen zu kämpfen hat. Möglicherweise markieren die Schleuderpreise den ersten Schritt auf dem Weg zum kompletten Ausstieg aus der Hardware-Produktion im PDA-Bereich. Wie berichtet, hatte das Unternehmen Mitte Juli die Neuausrichtung des Bereichs Psion Digital angekündigt, in dem die PDAs mit dem EPOC-Betriebssystem angesiedelt sind. In dieser Sparte sei eine "enttäuschende Geschäftsentwicklung" zu verzeichnen, hieß es damals. Die Folge: 250 Mitarbeiter mussten gehen.

Gleichzeitig hatte sich Psion entschlossen, den für die zweite Jahreshälfte geplanten Bluetooth-PDA nicht auf den Markt zu bringen. Noch auf der CeBIT hatte Psions Managing Director Central Europe, Hans Stadler, diesen als den großen Wurf angekündigt. Die tastaturbasierten Geräte sollten mit Bluetooth 1.1 arbeiten und eine Reichweite von 100 Metern besitzen. (jma)