eco-Umfrage

Schlechtere Erkennung - Spam wird wieder lästiger

Das nervige Problem der unerwünschten E-Mail-Werbung (Spam) verschärft sich offenbar in diesem Jahr, hat der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft festgestellt.

Der Verband stützt sich dabei laut Mitteilung auf eine aktuelle Umfrage unter 245 IT-Experten (PDF-Link), nach der sich die Spam-Erkennung derzeit gegenüber dem Vorjahr wieder verschlechtert. "Nachdem vor einem Jahr 62 Prozent der damals befragten Fachleute mit der Erkennung von Spam weitestgehend zufrieden waren, vertreten derzeit nur noch 54 Prozent die Auffassung, dass belästigende Werbung gut genug automatisch erkannt und wegsortiert wird", kommentiert Kurt Brand, Leiter der eco-Kompetenzgruppe Sicherheit. 46 Prozent der aktuell Befragten mahnen Verbesserungsbedarf bei der Erkennung von "E-Müll" an.

Umfrage: Die vom Eco befragten Experten konstatieren für 2013 eine schlechtere Spam-Erkennung.
Umfrage: Die vom Eco befragten Experten konstatieren für 2013 eine schlechtere Spam-Erkennung.
Foto: eco e.V.

Laut Eco hat zwar das Gesamtvolumen an unerwünschten E-Mails in Deutschland während der vergangenen Jahre merklich abgenommen. Jedoch hätten die Werbeversender in der gleichen Zeit eine deutlich höhere Professionalität entwickelt, sodass ihre Aussendungen vermehrt ungehindert durch die Spam-Filter schlüpften, so Brand weiter.

Insgesamt bleibe die allgemeine Bedrohungslage in Bezug auf Gefahren aus dem Internet weiterhin angespannt, befindet der Eco. 92 Prozent der aktuell befragten Experten erwarten demnach im Laufe dieses Jahr sogar noch eine Zunahme der Gefährdungslage. Sie geben sich damit ängstlicher als 2012 (90 Prozent) beziehungsweise 2011 (85 Prozent). "Datenschutz, IT-Sicherheitstraining für die Beschäftigten und Notfallplanung für den Angriff aus dem Internet sind die wichtigsten organisatorischen IT-Sicherheitsthemen in der deutschen Wirtschaft dar", sagt Experte Brand abschließend. (Computerwoche/mje)