Sapphire: Radeon-9700-Karte ohne Lüfter

Der stromhungrigste und schnellste 3D-Chip kommt derzeit von ATI und heißt Radeon 9700Pro. Dennoch stellt Sapphire jetzt eine Karte mit dem Grafikprozessor vor, die vollständig passiv gekühlt wird.

Im tecCHANNEL-Test zog eine Karte mit Radeon 9700Pro bis zu 54 Watt aus dem AGP und der externen Stromversorgung. Die dabei entstehende Verlustleistung dürfte beträchtlich sein und etwa der einer Glühbirne entsprechen - und soll nun ohne Lüfter abgeführt werden.

Sapphire hat dazu seiner Karte namens "Sapphire 9700 Pro Atlantis Ultimate Edition" Kühlkörper auf Vorder- und Rückseite spendiert, die über eine Heatpipe verbunden sind. Die Karte soll im Betrieb das PC-Innere um etwa vier Grad erwärmen.

Prototyp: Dieser Karte fehlt nur noch das Sapphire-Logo. Rechts ist die Heatpipe zu sehen.

Ob dabei die Spezifikationen insbesondere der CPU- und Festplatten-Hersteller noch eingehalten werden, ist fraglich. So schreibt beispielsweise IBM für seine Deskstar-Festplatten 50 Grad maximale Gerätetemperatur vor. Und bei Intel und AMD darf die maximale Lufttemperatur am Lüftereinlass des CPU-Kühlers 40 beziehungsweise 42 Grad betragen.

Ein erstes Muster der Karte läuft im deutschen Büro von Sapphire nach Angaben des Unternehmens schon einige Stunden unter Volllast stabil. Dabei wurde die Karte in einen PC eingebaut, der nur über einen Lüfter im Netzteil gekühlt und auch sonst nicht zwangsbeatmet wird.

Lieferbar soll die Ultimate Edition erst im Dezember sein. Der Preis wird laut Sapphire rund 50 Euro über der Version mit Lüfter liegen. (nie)

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