Samsung stellt GPRS-Handy vor

Samsung präsentiert mit dem SGH-Q100 sein erstes Handy, das nach dem GPRS-Standard (General Paket Radio Service) Daten mit einer Bandbreite von bis zu 115 KBit/s überträgt. Zum Vergleich: Der derzeit gebräuchliche GSM-Standard schafft 9,6 KBit/s.

Das GPRS-Handy von Samsung wiegt inklusive eines schmalen Lithium-Ionen-Akkus knapp 85 Gramm und besitzt ein Display mit einer Auflösung von 128x128 Pixeln in vier Graustufen. Insgesamt lassen sich damit sechs Zeilen mit je zwölf Zeichen darstellen. Die Verbindung ins Internet erfolgt per Knopfdruck und mit Hilfe des WAP 1.1-kompatiblen Browsers.

Schneller ins Web: Mit dem GPRS-Handy SGH-Q100 von Samsung sind Datenraten von bis zu 115 KBit/s möglich.

Neben dem Webzugang bietet das SGH-Q100 einen Personal Information Manager mit Aufgabenliste, Terminkalender, Telefonbuch und Alarmfunktion. Die drahtlose Verbindung zu PC oder Notebook erfolgt über die eingebaute Infrarotschnittstelle. Weitere Features sind die Schnell-Text-Funktion zum komfortableren Verfassen von SMS-Nachrichten oder E-Mails. Das Dual-Band-Handy soll im ersten Quartal 2001 in Deutschland in den Regalen liegen; den Preis gab Samsung noch nicht bekannt.

GPRS überträgt die Daten paketvermittelt. Die Folge: Der Nutzer ist immer online und zahlt nur dann, wenn er Daten aus dem Netz abruft (volumenabhängiger Tarif). Bisher hat noch kein deutscher Netzbetreiber GPRS flächendeckend eingeführt; auch die maximale Übertragungsrate von 115 KBit/s wird anfangs noch nicht zu erreichen sein. T-Mobil zum Beispiel rechnet in der ersten Phase mit einer realistischen Datenrate von 40 KBit/s. Näheres zu GPRS, dem Zwischenschritt hin zu UMTS, finden Sie hier.

Das SGH-Q100 von Samsung jedenfalls ist eines der ersten Mobiltelefone, das die Daten so schnell übertragen kann. Auch Ericsson hat mit dem R520M ein GPRS-fähiges Handy für Anfang 2001 angekündigt. Experten erwarten, dass die anderen Hersteller auf der CeBIT 2001 neue Geräte vorstellen. Ähnlich wie bei der Einführung des WAP-Standards mangelt es derzeit also noch an Endgeräten, die GPRS unterstützen. (jma)