Rundumschlag: SCO droht Linux-Distributoren

Die SCO Group macht sich unbeliebt im Linux-Lager: Sie hat einen Prozess gegen IBM wegen Missbrauchs von Unix-Code angestrengt und behält sich rechtliche Schritte gegen SuSE Linux und Red Hat vor.

IBM soll den Unix-Code zur Unterstützung von Linux eingesetzt haben, behauptet SCO. Dem in Lindon, Utah, ansässigen Unternehmen gehört der Unix System V Code, für den IBM zur Entwicklung von AIX eine Lizenz erworben hatte. Dass SCO (ehemals Caldera) nun ein Vorgehen gegen Nutzer des Open-Source-Betriebssystems nicht ausschließt, hat für einigen Wirbel gesorgt.

Das Ganze wäre jedoch nicht ganz so ungewöhnlich, wenn SCO nicht selbst eines der Gründungsmitglieder von UnitedLinux wäre, einem Zusammenschluss von Unternehmen, deren gemeinsames Ziel die weltweite Verbreitung von Linux-Software ist.

Chris Sontag: Der SCO-Manager will Linux-Distributionen in die Pflicht nehmen.
Chris Sontag: Der SCO-Manager will Linux-Distributionen in die Pflicht nehmen.

Um die Ernsthaftigkeit des Vorgehens zu untermauern, hat SCO in einem ungewöhnlichen Schritt die eigenen Linux-Distributionen auf Eis gelegt. Man wolle sich verstärkt um Unix bemühen, hieß es. Die SCO Group hat dazu einen offenen Brief an die Linux-Benutzer im Web hinterlegt.