Ricoh druckt mit Gel

Mit Hilfe einer neuen Drucktechnologie möchte Ricoh im Business-Segment preiswerten Farblasern und Office-Tintendruckern Konkurrenz machen.

GelSprinter-Technologie nennt Ricoh das neue Druckverfahren, bei dem statt Tinte ein Flüssiggel zum Einsatz kommt. Mit den beiden ersten vorgestellten Modelle adressiert Ricoh explizit Anwender im Office-Umfeld. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Tintendruckern liegt laut Ricoh unter anderem in der schnellen Trocknungszeit. Dies soll einen schnellen Duplex-Druck erlauben. Beim Flüssiggel komme ein pulverförmiges Farbmittel zum Einsatz. Dieses werde nicht vom Papier aufgesaugt, sondern bleibe zwischen den Faserschichten. Mit zwei Modellen in Form des G500 und G700 führt Ricoh die Technologie in den deutschen Markt ein.

Ricoh Aficio G700: Das Modell G700 ist mit einer serienmäßigen Duplex-Einheit ausgestattet, die zusätzliche Papierkassette ist kostenpflichtiges Extra. (Quelle: Ricoh)

Die Drucker arbeiten mit einer Auflösung von 1200 dpi. Beide Modelle sind serienmäßig mit einem 200-Blatt-Papierschacht ausgestattet, optional ist eine zusätzliche 500-Blatt-Zufuhr erhältlich. Der G700 ist serienmäßig mit einer Duplex-Einheit ausgerüstet. Die Drucker arbeiten mit vier getrennten Cartridges für jede Farbe. Wie bei anderen Verfahren üblich, soll die schwarze Einheit deutlich günstiger sein als die farbigen Versionen. Exakte Preise für die Verbrauchsmaterialien nannte Ricoh noch nicht, die Seitenpreise für Farbseiten sollen sich laut Herstelleraussage zwischen 9 und 11 Cent bewegen. Zwei Kartuschengrößen mit einer Reichweite von 1450 Seiten beziehungsweise 2900 Seiten für die schwarze Einheit sollen erhältlich sein. Farbige Einheiten kommen mit Kapazitäten für 1150 und 2300 Seiten. Die Starterkits bei Kauf des Druckers überdauern laut Ricoh 500 Seiten.

Serienmäßig empfangen beide Modelle Druckjobs über die integrierte USB-2.0-Schnittstelle. Ins Netzwerk lassen sich die Drucker über optional erhältliche externe Printserver einbinden. Treiber stehen für die gängigen Windows-Umgebungen zur Verfügung. Beide Modelle sind ab Juni im Fachhandel verfügbar, der G500 kostet rund 380 Euro, der G700 wird für 520 Euro zu haben sein. (mje)

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