Red Hat nimmt zu Fedora-Streit Stellung

Red Hat hat im Streit um die Namensrechte an "Fedora" und daraus resultierenden Verwirrungen Stellung bezogen. Die Cornell University oder die University of Virginia seien durch Red Hats Pläne nicht eingeschränkt, heißt es vom Linux-Distributor.

Hintergrund des Streits ist das Vorhaben Red Hats, seine Linux-Desktop-Edition unter dem Namen des quelloffenen Projekts "Fedora" weiterzuführen und sich den Namen "Fedora" markenrechtlich schützen zu lassen.

Weder die Cornell University noch die University of Virginia hätten Rechte am Namen "Fedora" geltend gemacht, bevor Red Hat die Registrierung von "Fedora" beantragt habe, teilte der Linux-Distributor nun mit. Das ist allerdings nichts Neues. Die Projekte an den Universitäten hatten bislang lediglich geltend gemacht, dass seit 1998 an Fedora gearbeitet werde, was ausreichend dokumentiere, dass ältere Namensrechte bestehen. Ein Markenschutz widerspreche dem Gedanken von Open Source.

Red Hat fühlt sich dennoch zu Unrecht angegriffen und bemängelt: Abgesehen von Briefen der Cornell University und der University of Virginia, die Red Hat auffordern, den Namen "Fedora" nicht zu benutzen, sei keine der beiden Organisationen mit Red Hat in Verbindung getreten.

Der Linux-Distributor zeigt sich zwar gesprächsbereit, beharrt aber auf dem Namen: "Red Hat beabsichtigt den Namen 'Fedora' weiterzuverwenden. Das Unternehmen ist gerne bereit, mit der Cornell University oder der University of Virginia zu sprechen, um die Wahrung ihrer Nutzungsrechte zu gewährleisten", heißt es in der Mitteilung.

Die Fedora-Projekte sehen das anders, man habe diverse vergebliche Bemühungen unternommen, mit Red Hat ins Gespräch zu kommen. Die entsprechende Mitteilung der Fedora-Projekte vom 13. November finden Sie hier. (uba)

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