Rambus noch weit entfernt vom Massenmarkt

Auch wenn die großen Speicherhersteller bereits Rambus-Module produzieren, sind große Stückzahlen erst Mitte nächsten Jahres zu erwarten. Dann erst werden auch die Preise fallen.

Kingston liefert zwar Module mit 600, 700 und 800 MHz an große OEMs und Systemintegratoren, doch der Anteil ist im Verhältnis zu den produzierten PC66-, PC100- und den gerade in Schwung kommenden PC133-Modulen vernachlässigbar gering. Ähnlich verhält es sich bei Samsung. Rambus-Module werden hier ebenfalls noch in verhältnismäßig geringen Stückzahlen gefertigt.

Bezüglich DDR-RAM könnten die Speicherhersteller wohl schneller auf hohe Stückzahlen kommen, doch macht sich hier, wie in so vielen anderen Bereichen, die Macht Intels bemerkbar. Zum einen will Intel den Rambus etablieren. Zum anderen unterstützt derzeit noch kein Intel-Chipsatz DDR-RAM, weshalb der Chipgigant den Speicherherstellern wohl ans Herz gelegt hat, vorzugsweise Rambus-Module herzustellen.

Einen ersten Prototypen des für Mitte nächsten Jahres geplanten VIA-Chipsatzes mit DDR-RAM-Unterstützung konnte man auf der Comdex am VIA-Stand sehen.

VIA will hingegen bereits Anfang nächsten Jahres einen P6-Chipsatz mit DDR-RAM-Unterstützung vorstellen. Einen ersten Prototyp mit PC200-DDR-Speicher hat tecChannel auf der Codex bereits gesichtet. Auch der für Mitte nächsten Jahres geplante Nachfolger des Apollo KX133 für den AMD Athlon kann DDR-Module ansprechen.

Erst zu diesem Zeitpunkt wird sich demnach entscheiden, welcher der neuen Highspeed-Speicher das Rennen macht. Derzeit haben sich die Straßenpreise für ein 128-MByte-PC133-Modul auf rund 420 Mark eingependelt. Im freien Handel sind Rambus-Module noch kaum zu finden, Kingston verlangt jedoch für ein 128-MByte-RIMM 2376 Mark. Damit ist die selbe Speichermenge derzeit als Rambus-Version noch über fünfeinhalbmal so teuer. (fkh)