Platform Conference: AMD verprügelt Intel

Offiziell bleibt Intel der Platform Conference fern - schließlich veranstaltet der Prozessorprimus mit dem IDF für viel Geld zwei Mal im Jahr seine eigene Konferenz. Einige "Intelianer" nehmen den Kampf mit AMD aber auf, wenn auch nur vor einer Xbox-Konsole.

Dass Intel sich mit 27 registrierten Teilnehmern auf der Platform Conference blicken lässt, mag nicht nur daran liegen, dass man die Veranstaltung ernst nimmt. Die Konferenz findet schließlich nur 15 Autominuten vom Intel-Hauptquartier in Santa Clara statt. Und auch Intels IDF wird regelmäßig von AMD-Mitarbeitern unterwandert.

Von Feinden wie AMD und VIA umgeben, wollten die wackeren Intel-Einzelkämpfer zumindest am mit einer Xbox bestückten NVIDIA-Stand den AMD-Kollegen zeigen, wie das Prügelspiel "Dead or Alive 3" denn so gespielt wird. Zwei Intel-Mitarbeiter traten im Wechsel gegen Kaitlyn Liao an, die eigentlich den AMD-Stand betreuen sollte.

AMD schlägt sich durch: Kaitlyn Liao (links, mit Joypad) teilt gegen Intel-Mitarbeiter kräftig aus.

Doch trotz des Intel-Prozessors in der Xbox zeigte die Konsole keine Gnade vor den Martial-Arts-Künsten der AMD-Mitarbeiterin, und die erste Runde ging klar an Kaitlyn Liao. An Deligieren und Teamplay gewohnt, drückte der geschlagene Intel-Mann seinem Kollegen das Joypad in die Hand.

Lederjacken, nicht Ledernacken: Der Intel-Mitarbeiter spielte die Runde trotz klarer Unterlegenheit aber tapfer zu Ende.

Inzwischen hatten sich im Foyer des Silicon Valley Conference Center bereits einige Dutzend Konferenzteilnehmer versammelt, die - ganz Gentlemen - die AMD-Dame anfeuerten. Das hatte diese aber gar nicht nötig, auch in der zweiten Runde setzte es Ohrfeigen für den Intel-Mitspieler. Als faire Sportsmänner gratulierten die virtuell verbeulten Intel-Mannen der Siegerin und zogen von dannen.

Kaitlyn Liao erklärte im Anschluss, sie habe "Dead or Alive 3" noch nie vorher gespielt. Von der Angewohnheit, sich bei Messen zu rangeln, zeugt auch dieser Report. (nie)