PDAs und Smartphones wachsen dreistellig

Im ersten Halbjahr 2005 stiegen in der EMEA-Region die Verkaufszahlen von Smartphones und PDAs um 170 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mobile E-Mail- und Navigationslösungen haben zu diesem Ergebnis beigetragen.

Laut den Angaben des englischen Marktforschers Canalys konnten die Hersteller von Smartphones und PDAs ihre Verkaufszahlen in der EMEA-Region um 170 Prozent steigern. Während im ersten Halbjahr 2004 3,6 Millionen verkauft wurden, gingen im gleichen Zeitraum dieses Jahres 9,6 Millionen Geräte über die Ladentische. Im Vergleich verzeichneten die reinen Mobiltelefone lediglich ein Wachstum von elf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das dreistellige Wachstum in diesem Markt ist laut Canalys vor allem zwei verschiedenen Käuferkategorien zuzuschreiben. So fällt bei vielen Käufern die Entscheidung beim Neukauf eines Mobiltelefons zu Gunsten eines Smartphones aus. Außerdem steigt auf Grund des wachsenden Interesses an mobilen E-Mail-Lösungen die Nachfrage nach Geräten mit integrierter Tastatur.

Mobile Geräte wie der BlackBerry 7290 von RIM erfreuen sich vor allem bei Unternehmenskunden zunehmender Beliebtheit.
Mobile Geräte wie der BlackBerry 7290 von RIM erfreuen sich vor allem bei Unternehmenskunden zunehmender Beliebtheit.

Im Handheld-Segment hat Microsoft mit seinem Windows-Mobile-Betriebssystem die Nase vorn. In zwei Dritteln der im ersten Halbjahr verkauften Geräte ist das Betriebssystem integriert. Viele davon laufen unter eigenen Brands der Mobilfunkanbieter. Das restliche Drittel nimmt RIM für sich in Anspruch.

Immer mehr Anbieter konzentrieren sich darauf, mobile Geräte mit E-Mail-Applikationen in ihre Firmennetzwerke einzubinden. Canalys erwartet, dass Microsoft seine Position in diesem Segment unter anderem durch die Zusammenarbeit mit den Herstellern HP und seit kurzem auch Palm stärken wird.