Palm entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

Nach der Entlassungswelle im Frühjahr baut der angeschlagene PDA-Marktführer Palm jetzt weitere 250 Stellen ab. Das entspreche etwa 20 Prozent der Belegschaft, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig bekräftigte Palm seine positive Umsatzprognose für das laufende zweite Geschäftsquartal.

Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz zwischen 250 und 280 Millionen US-Dollar. Analysten hatten Einnahmen von etwa 220 Millionen US-Dollar erwartet. Im ersten Quartal hatte Palm nur einen Umsatz von 214,3 Millionen US-Dollar erzielt. Trotz der besseren Aussicht beim Umsatz wird Palm seiner Prognose zufolge weiter in den roten Zahlen bleiben. Der Verlust soll bei sieben Cents pro Aktie liegen.

Kein Gewinnbringer: Palm hoffte, mit den neuen High-End-PDAs der m500-Serie (im Bild der farbige m505) seine Marktposition auszubauen. Die Rechnung ging nicht auf.

Die schlechte Bilanz und der Umbau des Konzerns in zwei eigenständige Gesellschaften (wir berichteten) bleiben nicht ohne Opfer. Palm wird weitere 250 Mitarbeiter entlassen, um Kosten einzusparen. Neben der Finanz- und Personalabteilung sei auch die IT-Sparte vom Stellenabbau betroffen, sagte Palm-Sprecherin Marlene Somsak. Im Frühjahr erst hatte das Unternehmen ebenfalls 250 Angestellten gekündigt.

Palm steckt seit Beginn dieses Jahres in der Krise. Rote Zahlen, ein Preiskampf mit Handspring und der Verlust von Marktanteilen an die Pocket-PC-Fraktion haben dem lange Zeit unangefochtenen Marktführer schwer zugesetzt. Hinzu kamen Probleme mit neuen Produkten und der Rücktritt von CEO Carl Yankowski. Wie berichtet, zog er die Konsequenzen aus den roten Zahlen und der Aufteilung des Unternehmens. In dieser Woche teilte Palm zudem mit, ab Anfang Januar seinen kostenlosen Online-Organizer MyPalm einzustellen.

Einen Test aktueller Palm-OS-PDAs finden Sie hier. (jma)