Opteron 280: Test mit Windows, Linux & VMware

AMD spendiert seinen Dual-Core-Modellen mit dem Opteron 280 mehr Performance. Der Leistungszuwachs unter Windows sollte stimmen. Aber überzeugt die CPU auch unter 64-Bit-Linux und was leistet sie in einer virtualisierten Umgebung?

In unserem Test des ersten Opteron 275 setzte die Dual-Core-CPU bei grafiklastigen Workstation-Anwendungen eindrucksvoll den Maßstab. Zwei 3,60-GHz-Xeons streiten sich bereits mit einem Dual-Core-Opteron um die Plätze. Nimmt ein zweiter Opteron 275 im System Platz, so ist die Konkurrenz bei multithreaded-programmierten Anwendungen chancenlos.

Jetzt legt AMD mit dem beschleunigten Opteron 280 für den Einsatz in Servern und Workstations nach. Der Prozessor für 2-Sockel-Systeme arbeitet mit 2,4 GHz Taktfrequenz – 200 MHz mehr als beim Vorgänger. Bei Intel markiert weiterhin der Xeon 3,60 GHz mit 2 MByte L2-Cache die Spitze für Systeme mit zwei CPUs. Bei AMDs Single-Core-Opterons gibt es mit dem Modell 254 inzwischen eine Variante mit 2,8 GHz Taktfrequenz als Top-Modell.

Opteron 280: Der Socket-940-Prozessor arbeitet mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über je 1 MByte L2-Cache pro Core.
Opteron 280: Der Socket-940-Prozessor arbeitet mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über je 1 MByte L2-Cache pro Core.

Im tecCHANNEL-Testlabor müssen sich die Prozessoren nun in Server-Szenarien bewähren. Neben der „puren“ Performance bei Integer- und Floating-Point-Berechnungen, die wir unter Windows Server 2003 und SUSE Linux 10 überprüfen, interessiert die Leistungsfähigkeit in virtualisierten Umgebungen. Bei der Virtualisierungslösung VMware ESX Server müssen die Prozessoren ihre Ressourcen auf mehrere Betriebssysteme verteilen. Dies gelingt den Probanten unterschiedlich gut.

Außerdem überprüfen wir die Performance der CPUs bei der multithreaded programmierten Open-Source-Datenbank MySQL. Im Server-Umfeld ist Linux sehr beliebt, für die MySQL-Benchmarks setzen wir deshalb auf SUSE Linux 10 RC1 in der 64-Bit-Version.