Offiziell: Willamette heißt Pentium 4

Was seit Februar gemunkelt wird, ist jetzt offiziell: Intel hat soeben bekannt gegeben, dass der unter dem Codenamen "Willamette" entwickelte neue Prozessor als "Pentium 4" auf den Markt kommen wird.

Intel folgt damit der Tradition der Pentium-Prozessoren, die 1993 erstmals mit einem schutzwürdigen Markennamen statt einer Nummer versehen wurden. Auch die Millionen von Dollar, die bisher in die Marke "Pentium" investiert wurden, will man nicht verloren geben.

"Auf der ganzen Welt assoziieren PC-Anwender mit dem Markennamen Pentium das Maximum an Leistung, Kompatibilität und Qualität," sagte Pam Pollace, Intels Vizepräsident für Marketing. Da derzeit bei gleichem Takt noch der Athlon von AMD der schnellste Desktop-Prozessor ist, formuliert Pollace vorsichtig weiter: "Die Computeranwender können den Pentium 4 schon am Namen als den aktuellsten Hochleistungsprozessor von Intel identifizieren."

Mehr Information als den Namen und die auf dem letzten Intel Developer Forum im Februar bekannt gegebenen Details (tecChannel berichtete), hat Intel heute nicht zum Pentium 4 veröffentlicht. So bleibt anhand der Angaben aus anderen Quellen weiterhin zu vermuten, dass die offizielle Vorstellung mit 1,3 und 1,4 GHz im September erfolgen wird, und erste PCs mit dem Pentium 4 im Oktober zu haben sein werden. Intel spricht immer noch vom "zweiten Halbjahr 2000" für die Markteinführung. Indes werden aber schon die ersten Preise des Willamette heiß gehandelt.

Logo ja, Chip nein - Intel bleibt sich treu.

Wie schon bei der Taufe des Itanium, gibt es vor dem Chip erst einmal ein hübsches Logo. Ob allerdings die neuen "Internet Streaming SIMD Extensions 2" des Pentium 4 dabei geholfen hätten, die acht MByte große Bild-Datei vom Intel-Server zu ziehen, darf bezweifelt werden. (nie)