Noch kaum Konkurrenz für DSL

Nach der Deregulierung des Telekommunikations-Marktes in Deutschland ist das Angebot an Breitbanddiensten auf der "Letzten Meile" größer geworden. Neben der Digital Subscriber Line (DSL) und TV-Kabelnetzen wird jüngst sogar Ethernet über Lichtwellenleiter angepriesen.

Von: Bernd Reder

Weniger rasant, als dies Service Provider und Carrier noch vor wenigen Monaten prophezeiten, werden derzeit in Europa Breitbanddienste implementiert. "In den vergangenen 18 Monaten litt der Markt unter einer Kombination negativer Faktoren", sagt Hamish Mackenzie, Senior Research Analyst bei der Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft International Data Corporation (IDC). "Neben der nur halbherzig umgesetzten Deregulierung des TK-Marktes waren das technische und logistische Problem die Zurückhaltung der etablierten Carrier, der Mangel an speziellen Inhalten und Services für Breitbanddienste sowie das wechselhafte Wirtschaftsklima." In der Folge sei Europa hinter Ländern wie den USA oder Korea zurückgeblieben.

Aus Sicherheitsgründen sieht es Primär- und Sekundärringe mit Glasfaserleitungen vor.

Dennoch malt der Fachmann ein durchaus rosiges Bild für Breitband-Services. IDC erwartet, dass im Jahr 2005 mit solchen Diensten ein Umsatz von fast 15 Milliarden Dollar erzielt wird. Die Zahl der Breitbandverbindungen soll bis dahin auf 50 Millionen klettern. Als Basistechniken behaupten sich Kabelmodems, digitale Teilnehmeranschluss-Leitungen (Digital Subscriber Line) und funkgestützte Verfahren, insbesondere Broadband Fixed Wireless Access. Zusätzlich würden ab 2005 die Provider in einigen Ländern damit beginnen, Geschäftsgebäude und Privatgebäude über Glasfaserleitungen anzubinden.