NEC entwickelt Brennstoffzelle für mobile Geräte

Die Zeiten, in denen Notebooks vor Beenden der Arbeit der Saft ausgeht, könnten bald vorbei sein. NEC entwickelte in Zusammenarbeit mit zwei japanischen Forschungsinstituten eine Brennstoffzelle für die Benutzung in mobilen Geräten.

Die Brennstoffzelle gewinnt ihre Energie durch die elektrochemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Daraus entstehen ohne Verbrennung Wasserdampf und Wärme. Die Zellen arbeiten mit reinem Wasserstoff, Methan oder anderen Kohlenwasserstoffen.

Die neue Brennstoffzelle ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen NEC, der Japan Science and Technology Corp. und dem Institute of Research and Innovation. Die Zelle macht Gebrauch von Kohlenstoffröhrchen, eine lang erwartete Technologie seit deren Entdeckung durch NEC vor zehn Jahren.

Prototyp: Die erste Brennstoffzelle aus Kohlenstoffröhrchen

Die experimentelle Batterie nutzt einen "Nanohorn" genannten Typ von Kohlenstoffröhrchen. Deren Trichter-ähnliche Form bietet eine große Oberfläche und ist somit als Elektrode besser geeignet.

Die neue Zelle bietet eine bis zu zehn Mal höhere Kapazität als gleich große Lithium-Batterien, welche beispielsweise in Notebooks eingesetzt werden. Dies könnte bedeuten, dass in Zukunft bei mobilen Rechnern eine Laufzeit von mehreren Tagen möglich sein wird. NEC erwartet die Markteinführung der neuen Batterien zwischen 2003 und 2005.

Bereits Anfang der Woche haben Wissenschaftler von IBM einen Durchbruch bei der Erforschung von Kohlenstoffröhrchen bekannt gegeben (wir berichteten). Das Material soll langfristig Silizium bei der Chip-Produktion ersetzen. (kpf)