MPF: National Geode GX2 mit 3DNow!

National stellt auf dem Microprocessor Forum 2001 die zweite Generation seiner Geode-Prozessoren vor. Zu den Besonderheiten des GX2 zählen sein x86-kompatibler Core mit neu implementiertem 3DNow!-Befehlssatz sowie das SoC-Design.

Der Geode GX2 setzt mit dem SoC-Design (System-on-Chip) auf die Integration vieler Komponenten. Neben dem mit 400 MHz taktenden Prozessor-Core finden sich eine Grafik-Engine, Memory-Controller sowie ein PCI-Interface auf dem Die. Auf der "Computex 2000" hat National mit dem Geode GX1 die erste Version seiner x86-kompatiblen Prozessorreihe vorgestellt, die es aktuell mit 333 MHz Taktfrequenz gibt.

Alles drin: Nationals x86-kompatibler Geode GX2 vereint CPU, Grafik, Memory-Controller und I/O auf einem Die.

Der x86-Core des Geode GX2 verfügt über eine 8-stufige Pipeline und unterstützt MMX und 3DNow!. Für den 4fach assoziativ organisierten L1-Cache sind je 16 KByte für Daten und Befehle vorgesehen. Auf einen L2-Cache verzichtet National. Der integrierte Memory-Controller unterstützt PC133-Speicher und PC266-DDR-SDRAM.

Für die Grafikausgabe ist eine 32-Bit-2D-Engine verantwortlich. Der Display-Controller unterstützt TFT- und DSTN-Bildschirme ebenso wie CRTs. Hierfür finden sich entsprechende DACs im Geode GX2 integriert. Support für vier USB-1.1-Ports, Ultra-ATA/66, AC97 DMA Audio, IrDA sowie einen 66-MHz-PCI-Controller bietet der National-Chip ebenfalls.

Die Fertigung erfolgt in einem 0,15-µm-Prozess. Bei einer Core-Spannung von 1,2 V gibt der Hersteller eine typische Leistungsaufnahme von 820 mW an. Maximal soll der Geode GX2 zirka 3 Watt verbrauchen.

National will den Geode GX2 bereits im vierten Quartal 2001 als Sample liefern. Die Serienproduktion soll im ersten Halbjahr 2002 anlaufen.

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