MPF: Chip-Interface mit 6,4 GHz von Rambus

Rambus und Toshiba demonstrieren auf dem Microprocessor Forum mit Redwood das schnellste parallele Interface für Prozessoren und Chipsätze. Ein Sample-Prozessor von Toshiba arbeitet mit einer Busgeschwindigkeit von 6,4 GHz.

Redwood ist eine neue Schnittstellentechnologie von Rambus. Erstmals vorgestellt wurde das parallele Interface im Januar 2003. Auf dem Microprocessor Forum demonstriert Rambus in Kooperation mit Toshiba nun eine Redwood-Verbindung mit einer Taktfrequenz von 6,4 GHz. Damit arbeitet Redwood mit der sechsfachen Geschwindigkeit aktueller Prozessorbusse.

Highspeed-Interface: Redwood soll nach dem Willen von Rambus in wenigen Jahren als neuer Prozessor- und Chipsatz-Bus dienen.

Für die Demonstration hat Toshiba einen Evaluation-Chip in einem 90-nm-Prozess hergestellt. Mit dem "sehr frühen" Sample-Status wollen Toshiba und Rambus frühzeitig von den Vorteilen Redwoods überzeugen. Hierzu zählen neben der hohen Performance geringe Latenzzeiten sowie eine niedrige Leistungsaufnahme. Zusätzlich bietet Redwood eine hohe Flexibilität durch variable Spannungen sowie durch eine freie Skalierung der Taktfrequenz von 400 MHz bis 6,4 GHz. Das Prozessor- und Chipsatz-Interface kann durch seine LVDS-Technik zudem abwärtskompatibel zu Standards wie HyperTransport, SPI-4 und RapidIO sein.

Neben diesem Low-Voltage-Differential-Signaling (LVDS) verwendet Redwood das Differential-Rambus-Signaling-Level. DRSL erlaubt bei bi- und unidirektionalen differenziellen Signalleitungen minimale Signalschwingungen von nur 200 mV. Dadurch kommt Redwood mit einem geringem Energiebedarf aus. Für Flexibilität im Board-Design sorgt außerdem die FlexPhase-Technik von Rambus. Diese Schaltungstechnologie verhindert, dass Laufzeitunterschiede bei verschieden langen Signalleitungen auftreten. (cvi)

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