MPF: Ambric stellt Highend-DSP mit 360 Kernen vor

Ambric präsentiert auf dem Fall Microprocessor Forum mit der Am2000-Serie ein programmierbares Multi-Core-Design für DSPs und FPGAs. Die Am2000-Chips arbeiten mit bis zu 360 Cores und bieten eine Rechenleistung von einem Tera-OPS.

Mit über 1.000.000.000.000 Operationen pro Sekunde (1 TOPS) leistet der Am2000-Chip laut Ambric als erster Chip mit einer GALS-Architektur diese Rechenleistung. GALS steht für „Globally asynchronous, locally synchronous“. Beim neuen Am2000-Prozessorarray von Ambric arbeiten die einzelenen Rechenkerne an sich mit einem synchronen Takt, allerdings ist die Taktfrequenz der Cores zueinander asynchron.

Die Am2000-Serie soll primär in Higend-DSPs und FPGAs zum Einsatz kommen. Als Anwendungen für den Am2000-Chip sieht Ambric aufwendige Video- und Bildverarbeitungen vor. Hier soll der massiv parallele Am2000 mit seinen bis zu 360 32-Bit-RISC-Kernen mehr als den zehnfachen Datendurchsatz aktueller Highend-DSPs liefern.

Das Top-Modell Am2045 mit 360 Cores erreicht laut Ambric 1,08 TOPS bei einem Energiebedarf von 14 Watt. Als weitere Performanceangabe nennt Ambric eine Rechenleistung von 60 GMACS (Giga Multiply-Accumulates per Second). Im Vergleich zu Ambrics bisherigen DSPs mit 1 GHz Taktfrequenz soll dies ein zehn- bis 25fach höherer Durchsatz sein.

Massenware: Ambrics Am2045 verfügt über 360 einfach aufgebaute 32-Bit-RISC-Cores. Damit erreicht der Prozessor eine Rechenleistung von 1,08 TeraOPS. (Quelle: Ambric)
Massenware: Ambrics Am2045 verfügt über 360 einfach aufgebaute 32-Bit-RISC-Cores. Damit erreicht der Prozessor eine Rechenleistung von 1,08 TeraOPS. (Quelle: Ambric)

Die Programmierung des Am2000-Chips erfolgt in einer Hochsprache mit RISC-Assembler-Befehlen. Laut Ambric ist es beim Am2000 nicht wie bei anderen FPGAs notwendig, eine Hardware Description Language (HDL) zu verwenden. Außerdem benötige man keine komplexen VLIW-Assembler-Befehle wie bei üblichen DSPs. Ambric bietet für den Am2000 eine Eclipse-basierende Entwicklungsumgebung an. Diese beinhaltet Desgin-Tools, Compiler, Simulatoren, Debug-Werkzeuge sowie Software-Bibliotheken.

Die Am2000-Chips sind für einen 65-nm-Prozess vorgesehen. Ambric will den Am2000 mit 96, 192, 280 und 360 Cores anbieten. Das Top-Modell Am2045 mit seinen 360 RISC-Kernen verfügt zusätzlich über 4,6 MBit On-Chip-RAM. Ambric benötigt für den Am2045 117 Millionen Transistoren. Die Preise für die Am2000-Chips beginnen bei 99 US-Dollar für das 96-Core-Modell bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück. Engineering-Samples des Am2000 will Ambric zusammen mit einem Entwickler-Kit im Januar 2007 an seine Kunden ausliefern. (cvi)

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