MoneyBee will Aktienkurse vorhersagen

Mit der geballten Rechenleistung des Internets will MoneyBee zukünftige Aktienkurse vorhersagen. Ähnlich Seti@Home sollen Internet-Benutzer freie Rechenkapazitäten ihres Computers dem ehrgeizigen Projekt zur Verfügung stellen.

MoneyBeeverwendet für seine Vorhersagen das Prinzip der neuronalen Netze. Diese sehr flexible und leistungsfähige Methode hat jedoch einen Nachteil: Sie muss zunächst trainiert werden, bevor sie aus einer Eingabe (dem bisherigen Kursverlauf und anderen Faktoren wie Zinsentwicklung oder Bilanzen) eine halbwegs treffende Aussage über den zukünftigen Kursverlauf machen kann. Dieses Training ist zeitaufwendig und rechenintensiv.

Hier kommen die Internet-Benutzer ins Spiel: Jeder, der die Prognosen später abrufen will, muss Rechenleistung zur Verfügung stellen. Dazu installiert er ganz einfach das MoneyBee-Programm auf seinem Rechner, das als Windows-Bildschirmschoner implementiert ist.

Kristallkugel: MoneyBee will Aktienkurse mittels neuronaler Netze vorhersagen.

Das Programm holt sich seine Arbeitsanweisungen (Struktur des Netzes, historische Kursdaten) vom Server und fängt an zu rechnen. Sobald eine Analyse durchgeführt ist, schickt es das Ergebnis zurück an den Server und holt sich die nächsten Anweisungen.

Um zu verhindern, dass Hacker die Ergebnisse sabotieren, werden dieselben Anweisungen an mehrere Stationen geschickt und die Ergebnisse verglichen. Rechner, die zu oft falsche Daten schicken, werden vom System ausgeschlossen.

Wie gut die Prognosen später einmal sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Im Moment sind gerade mal knapp 100 Benutzer bei MoneyBee angemeldet und noch nicht genügend Netze trainiert, sodass MoneyBee derzeit noch keine Prognosen erstellt. (mha)