Mit dem Datenwürfel recherchieren

Traditionelle Suchmaschinen im Internet bringen nur unbefriedigende Ergebnisse, da die Trefferquote für einen Begriff meist sehr hoch und dadurch vage ist. Für mehr Genauigkeit durch Kontextinformationen sorgt das Recherche-Tool "Scout Master", weil es auf der multidimensionalen Datenbank "Caché" aufbaut.

Von: Frank-Michael Schlede

Die Frage, ob der Bedarf für noch eine Suchmaschine im Internet da war, beantwortet Alfred Fraas, Geschäftsführer der Firma Fraas Software Engineering, positiv: "Gerade die Vielzahl der Suchmaschinen im WWW zeigt deutlich, wie eingeschränkt die Möglichkeiten dieser Lösungen in der Regel sind: Sie tragen ihren Namen durchaus zurecht (mit ihrer Hilfe muß man noch mehr suchen)." Nicht nur im Internet, sondern auch in großen Firmennetzen brauchen die Anwender ein Tool, mit dessen Hilfe es möglich ist, ein Dokument oder eine URL (Universal Request Locator) schnell und genau zu lokalisieren.

Der Firmenchef ist davon überzeugt, daß "Scout Master", die Lösung aus seinem Hause, diesen Anforderungen genügt.

Geschäftsführer von Fraas Software Engineering

Das Produkt der Softwarefirma aus Wolfratshausen in Oberbayern ist ein Werkzeug, das Fraas lieber als Recherche-Tool denn als Suchmaschine bezeichnet.

Es basiert auf der postrelationalen Datenbank "Caché" von Intersystems und wird nach seiner Einschätzung dazu beitragen, den Informationsüberfluß im Internet zu bekämpfen.

Wer ein Dokument oder eine Information im weltweiten Netz sucht und eine der gängigen Suchmaschinen mit einer Anfrage losschickt, bekommt eine Flut von Treffern zurück. Selbst wenn der Suchbegriff weitgehend eingegrenzt wurde, ist die Anzahl der Seiten, die als Ergebnis geliefert werden, zu hoch. Oftmals kann der Suchende nicht einmal feststellen, warum gerade diese Seite ausgewählt wurde.

Diese Probleme kennt man mittlerweile nicht nur aus dem weltumspannenden Internet, sondern sie treten ebenso in lokalen Netzwerken auf. Diese Erfahrung machten die Entwickler von Fraas immer wieder bei Kunden: "Ganz gleich, ob es sich um eine Anwaltskanzlei mit fünf Rechnern im Netz oder eine große Behörde handelte, alle standen vor dem Problem, das gewünschte Dokument, den entsprechenden Vorgang ohne zusätzlichen Organisationsaufwand wie bei Archivierungssystemen möglichst schnell und zuverlässig wiederzufinden.". Selbst auf den häufig mehr als zehn GByte großen Festplatten einzelner Server hätten die Anwender häufig Probleme, schnell an die gewünschten Unterlagen zu kommen, weiß Fraas.