Microsoft startet Beta 1 für Windows Vista

Microsoft hat den ersten Beta-Code früher als erwartet an rund 10.000 ausgewählte Tester geschickt. Über das Microsoft-Entwicklernetzwerk MSDN verteilt der Software-Konzern die Beta 1 in Kürze ebenfalls.

In der Testversion von Windows Vista ist auch der kommende Internet Explorer 7 enthalten, der als ein neues Feature das von Firefox bekannte Tabbed-Browsing mitbringt. Zudem hat Microsoft auch den nächsten Windows-Server, der noch als Longhorn tituliert wird, an eine Reihe von Testern geschickt.

An die breite Öffentlichkeit wird der erste Beta-Code allerdings nicht gelangen. Microsoft hält die frühe Version für zu unvollständig, was die Features betrifft. Zum Beispiel fehlt bei der Beta einen neue Version des Media Players.

Startmenü: Vista bringt neue Funktionen im Startmenü mit, darunter ein Suchfeld. (Quelle: Microsoft)
Startmenü: Vista bringt neue Funktionen im Startmenü mit, darunter ein Suchfeld. (Quelle: Microsoft)

Die Grafik-Engine Avalon allerdings ist an Bord und zeigt ihr Vermögen etwa in der Darstellung sehr detaillierter Icons und Menüs. Neu ist auch die Suchfunktion, die nun in jedem Fenster enthalten ist.

Neben herkömmlichen Abfragen nach Dateien lassen sich nun auch Anwendungen suchen. Es genügt, den Namen einer Applikation im neuen Suchfeld im Startmenü einzugeben, um eine Liste passender EXE-Dateien zu bekommen, über die sich die Anwendung starten lässt.

Virtual Folders: Im Explorer sind nun virtuelle Ordner enthalten, mit denen sich Metadaten von Dateien durchsuchen lassen. (Quelle: Microsoft)
Virtual Folders: Im Explorer sind nun virtuelle Ordner enthalten, mit denen sich Metadaten von Dateien durchsuchen lassen. (Quelle: Microsoft)

Der Windows Explorer ist neben der bekannten Ordnerstruktur mit virtuellen Ordnern bestückt, in denen sich Metadaten von Dateien auswerten lassen. Sucht man zum Besipiel alle Dokumente eines Autors, dann öffnet man nur den virtuellen Ordner „Autoren“, den Vista mitbringt, und kann sich alle Dokumente dieses Autors anzeigen lassen, ungeachtet ihres Speicherorts. Zusätzliche Informationen hat Microsoft in einem Factsheet zur Beta zusammengetragen. Windows Vista wird für Mitte 2006 erwartet. (uba)