Microsoft hat DirectX 9 fertig

Ab sofort steht die Multimedia-Schnittstelle DirectX 9.0 in der endgültigen Version zum Download bereit. DirectX 9.0 kann auf Rechnern mit Windows 98, ME, 2000 und XP installiert werden. Bei Microsoft finden sich derzeit noch keine offiziellen Infos zu DirectX 9.0 und Hinweise auf den Download.

Auf dem Download-Server der Redmonder steht aber bereits ein Webinstaller zum Herunterladen bereit. Eine Deinstallationsroutine gibt es nicht.

DirectX 9.0 steht auch in deutscher Sprache zum Download bereit, berichtet die PC Welt. Die vollständige Versionsnummer lautet DirectX 9.0 4.09.0000.0900. Nach der Installation werden die meisten DirectX-Dateien auf den aktuellen Stand gebracht und tragen dann die Versionsnummer 5.03.0000.0900. Datum der Dateien: 12.12.2002.

Download: Der Installer holt sich den Rest von rund 8 MByte aus dem Web.

Beim "DirectX-Diagnoseprogramm" (dxdiag) präsentiert sich eine der ersten Veränderungen. Es überprüft neuerdings - wenn gewünscht - via Internet die auf dem Rechner installierten Treiber auf eine Zertifizierung durch die "Microsoft Windows Hardware Quality Labs" (WHQL).

Zu den Neuerungen für Entwickler gehört die "High Level Shading Language" (HLSL). Dabei handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung, die eine der Programmiersprache "C" ähnelnde Syntax besitzt.

dxdiag: Das Diagnoseprogramm würde sich gerne nach WHQL-Treibern im Web erkundigen.

Mit HLSL verspricht Microsoft den Entwicklern ein mächtiges und flexibles Werkzeug zum Erstellen von 3D-Grafiken und Effekten.

Mit DirectX 9.0 feiert auch "Direct Draw" (DDraw) ein Comeback. Mit dieser Schnittstelle wird die Anzeige von 2D-Grafiken gesteuert. Bei der Vorgängerversion vernachlässigte Microsoft noch diesen Bestandteil von DirectX. In der neuen Version wurde DDraw verbessert.

Auch im 3D-Bereich hat Microsoft eigenen Angaben zufolge zugelegt. Direct3D wurde um zahlreiche Neuerungen ergänzt und die Performance verbessert. Dazu gehört auch die Unterstützung von Pixel-Shader 2.0 und Vertex Shader 2.0.

Echtzeit-Animationen können nun mit einer höheren Performance und mit noch mehr Effekten erfolgen. Die programmierbaren Shader-Modelle sind voll in die Entwicklungsumgebung Visual Studio.Net integriert.

Bis die ersten Anwendungen und Spiele erscheinen, die DirectX 9.0 voll ausschöpfen, wird nochmals Zeit ins Land gehen. ATI bietet schon jetzt einige DirectX 9.0-Grafikdemos zum Download an.

Bei Microsoft finden sich derzeit noch keine offiziellen Infos zu DirectX 9.0. Auf den Microsoft-Servern steht aber der Download des Webinstallers bereit. Der Download des Installers beträgt knapp 300 Kilobyte. Sobald er gestartet wird, stellt er automatisch fest, welche Dateien zur Installation von DirectX 9.0 benötigt werden. (PC Welt/uba)