Massiv: Cray XT3 Red Storm

Die erste Cray XT3 als Nachfolger der bewährten massiv-parallelen Rechner T3D ist in Produktion. Der Red Storm getaufte Rechner besteht aus 11.646 AMD Opterons und greift auf 10 TByte Hauptspeicher zu.

Die Weichen für Amerikas neuen Supercomputer "Red Storm" hat das US Department of Energy bereits im Juni 2002 gestellt. Das zugehörige Sandia Lab wählte Cray als Partner, um einen massiv-parallelen Supercomputer zu entwickeln. Er soll den Intel-basierenden ASCI Red Supercomputer aus dem Jahr 1997 ersetzen. Der mehrjährige Weltrekordhalter belegt auch heute noch Platz 61 in der Top500-Liste der schnellsten Supercomputer. Der Red Storm bestand aus 9632 herkömmlichen Intel Pentium-II-Xeon-Prozessoren mit 333 MHz und einem schnellen, proprietären Netzwerk zur Kommunikation der Rechnerknoten.

Ziemlich wenig rot: Sandias ASCI Red war sechs Jahre lang in der Supercomuter Top10 vertreten. (Quelle: Sandia)
Ziemlich wenig rot: Sandias ASCI Red war sechs Jahre lang in der Supercomuter Top10 vertreten. (Quelle: Sandia)

Für den Nachfolger Red Storm bewilligte das Ministerium 93 Millionen US-Dollar. Auch hier sollten Standard-Prozessoren zum Einsatz kommen. Man entschied sich für AMDs Opterons, die Cray mit einem schnellen 3D-Torusnetzwerk verbindet. Seit September 2004 installiert Cray den Rechner, der in 140 Kabinetten 11.646 AMD Opteron-Prozessoren mit 10 TByte verteilten Speicher enthält. Dazu kommen noch 240 TByte Plattenspeicher

Ganz ohne Rot: Zumindest die gerenderte Version des Red Storm wirkt eher wie ein Black Brick. (Quelle: Sandia)
Ganz ohne Rot: Zumindest die gerenderte Version des Red Storm wirkt eher wie ein Black Brick. (Quelle: Sandia)

Auf diesem, nach Sandias Meinung ausgewogenen und hochskalierbaren System will das Lab nicht nur eine hohe Leistung in den wenig praxisrelevanten Linpack-Benchmarks erzielen. Auch die reale Applikationsleistung soll den theoretischen Spitzenwerten recht nahe kommen.