Liquid Browsing für PDAs und Handys

Wie können viele Informationen auf einem kleinen Bildschirm so abgebildet werden, dass die komplexen Zusammenhänge zwischen mehreren Parametern ersichtlich sind?

Mit Liquid Browsing sollen große Informationsmengen auch auf kleinen Endgeräten wie Personal Digital Assistants (PDAs) oder Mobiltelefonen übersichtlich auf den ersten Blick erfass- und bequem bearbeitbar sein. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Endgeräten mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen ist möglich. Liquid Browsing passt die Darstellung automatisch dem gegebenen Bildschirm an, ohne dass der Nutzer selbst Anpassungen vornehmen muss.

Alles klar?: Liquid Browsing soll viele Informationen auf kleinen Endgeräten übersichtlich darstellen. (Foto: iVerse.org)
Alles klar?: Liquid Browsing soll viele Informationen auf kleinen Endgeräten übersichtlich darstellen. (Foto: iVerse.org)

Während bislang ein Großteil der gängigen Anwendungen die Daten in Listen oder in tabellarischer Form darstellt, greift Liquid Browsing auf zweidimensionale Punktewolken, so genannte Scatter Graphs, zurück. Hierbei wird jedes Objekt durch einen Punkt repräsentiert, der innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystems liegt. Jede Koordinate bildet eine Eigenschaft des Objekts ab. So zeigt die X-Achse beispielsweise den Zeitpunkt der Erstellung einer Datei und die Y-Achse repräsentiert die alphabetische Ordnung. Als dritte Variable gibt die Punktgröße etwa die Dateigröße wieder. "Scatter Graphs werden bereits eine ganze Weile in der Praxis eingesetzt. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sich die Punkte häufig überschneiden und die Darstellung dadurch schlecht lesbar wird. Somit ist es für den Nutzer fast unmöglich, sich hindurch zu navigieren oder die Objekte zu bearbeiten," so Carsten Waldeck, Leiter des Projekts.