Linux für den iPod

Aufnahmen in 16-Bit-CD-Qualität, Anzeige von Fotos auf älteren Modellen - was Apple dem iPod vorenthält, macht eine kleine Schar von Linux-Entwicklern möglich. Doch noch steckt iPod-Linux in den Kinderschuhen.

Apple hat die iPod-Serie zwar als geschlossene Plattform entwickelt. Eine öffentlich zugängliche Dokumentation zum internen Design ist somit nicht vorhanden. Dennoch hat sich eine Hand von Entwicklern im Februar 2002 das Ziel gesteckt, Linux für den iPod als alternatives Betriebssystem zu portieren. Dadurch wollen sie von Apple auferlegte Beschränkungen wie die strikte Koppelung des iPods an iTunes aufheben und neue Funktionen ermöglichen.

Das Projekt iPodLinux ist inzwischen dem Experimentalstadium entwachsen und weit mehr als eine reine Machbarkeitsstudie. Dank eines grafischen Mac-OS-X- und Windows-Installers kann auch der Kommandozeilen-Unkundige problemlos Linux auf seinem iPod der ersten bis dritten Generation installieren - und ebenso einfach wieder entfernen.

Unter fremder Flagge: Linux ermöglicht Funktionen auf dem iPod, die Apple dem Anwender vorenthält.
Unter fremder Flagge: Linux ermöglicht Funktionen auf dem iPod, die Apple dem Anwender vorenthält.

Zentrale Anlaufstelle im Web für dieses Projekt ist die Seite www.ipodlinux.org. Den grafischen Installer finden Sie bei ipodlinuxinstl.sourceforge.net.

Vorab noch eine Warnung: Installieren Sie iPodLinux nicht auf iPods der vierten Generation oder neuer (iPod minis, iPod Photo, U2-iPod, iPod shuffle). Diese Geräte unterstützt das adaptierte uCLinux noch nicht offiziell. Falls Sie es dennoch installieren, müssen Sie Ihren iPod danach eventuell komplett neu formatieren.