Lindows entwickelt eigenen Tablet PC

Michael Robertson, Chef von Lindows.com kann es nicht lassen. Kurz nach dem Launch der Tablet PCs von Microsoft hat auch der Entwickler des alternativen Betriebssystems LindowsOS einen Tablet PC angekündigt: Für 500 US-Dollar.

Der rührige CEO, der unter anderem Microsoft auf die Löschung des Markennamens Windows verklagt hat, muss dieses Mal allerdings tief in die Trickkiste greifen. Der Tablet PC, den Lindows anbieten will, verzichtet nämlich auf die Handschriftenerkennung, die beim Microsoft System als Kernstück anzusehen ist. Das Manko versucht Robertson mit der Diskreditierung des Microsoft Tablet OS auszugleichen. Es gäbe keine funktionierende Handschriftenerkennung, schreibt er in seinem Newsletter.

Lindows-Tablet: Die Entwickler des alternativen Betriebssystems LindowsOS kündigen ungeniert einen Tablet PC an.

Und selbst wenn es sie gäbe, würde niemand sie anwenden. Robertson erklärt das mit dem Umstand, dass Handgeschriebenes völlig aus der Mode gekommen sei. Im Geschäftsleben dominiere das Keyboard, nicht der Kugelschreiber. Konsequenz daraus: Handschriften seien immer unleserlicher und würden die beste Software in Probleme stürzen.

Das Credo des Lindows-Chef lautet deshalb: Der Preis macht es. Sein stiftbasierter Tablet PC werde um die 500 U-Dollar kosten und damit etwa ein Viertel des Preises, den Microsoft und seine Hardware-Partner veranschlagen. Ob der freche Sprung auf den Tablet-PC-Werbezug gelingt, den Microsoft weltweit gestartet hat, wird sich 2003 zeigen. Dann soll das Lindows-Tablet fertig sein.

Weitere Informationen finden Sie im Report Die Tablet PCs sind da und im Artikel Lindows: Chancen im OS-Markt. (uba)