Abwärtstrend bei PCs hält an

Lenovo führt den deutschen PC-Markt weiter an

Lenovo bleibt mit Abstand die Nummer eins im deutschen PC-Markt. Im zweiten Quartal kam der Hersteller auf einen Marktanteil von 17,2 Prozent, während der langjährige Branchenführer Hewlett-Packard bei 13 Prozent feststeckte, wie die Marktforscher von Gartner berichten.

Insgesamt fiel der PC-Absatz in Deutschland um 18,7 Prozent auf knapp 2,1 Millionen Geräte. Die Verbraucher greifen schon länger lieber zu Smartphones und Tablets. Es sind vor allem Verkäufe an die Unternehmen, die das Schrumpfen des Geschäfts etwas bremsen.

Die Verkaufszahlen von All-in-One-PCs, wie dem HP Slate 21 AiO, sind im 2. Quartal um 29 Prozent gestiegen.
Die Verkaufszahlen von All-in-One-PCs, wie dem HP Slate 21 AiO, sind im 2. Quartal um 29 Prozent gestiegen.

Die Notebook-Verkäufe brachen um ein Viertel (24,5 Prozent) ein, während der Absatz von Desktop-Rechnern um 10,3 Prozent sank. Bei den TischgGeräten habe der Trend zu "All-in-One-PCs" den Fall abgefedert. Die Verkäufe dieser Modelle seien im Jahresvergleich um 29 Prozent gestiegen. Der Consumertrend in Richtung Ersatz durch Smartphones und Tablets zeichnete sich auch im 2 Quartal ab. Die Verkäufe von Consumer-PCs sind um 24,3 Prozent zurückgegangen, während sich der Absatz von professionellen Geräten um 13,6 Prozent reduzierte. "Viele Hersteller haben ihre Investitionen in Richtung Tablets und Hybrid-Geräte gelenkt. Die Herausforderung wird es nun sein, ihre Position im PC-Markt zu halten, während sie gleichzeitig in den Wettbewerb in dem schnell wachsenden mobilen Markt einsteigen. Für diejenigen Hersteller, die keine gute Position im professionellen PC-Markt haben, wird es eine anspruchsvolle Aufgabe werden, ihre Marktanteile zu verteidigen und auch im Segment für die neuen mobilen Geräte zu investieren", sagt Gartner-Analystin Meike Escherich.

Foto: Gartner

Im zweiten Quartal hat sich Lenovo erneut an die Spitze des deutschen PC-Marktes gesetzt. Während der chinesische Hersteller insgesamt ein Wachstum von 0,9 Prozent ausweist, legten seine PC-Verkäufe im professionellen Segment, verglichen mit dem Vergleichsquartal 2012, um 12 Prozent zu.
Besonders hart traf der Absatzrückgang den taiwanesischen Hersteller Acer, bei dem die Verkäufe um 44,6 Prozent absackten. Das führte im Jahresvergleich zum einem Einbruch beim Marktanteil von 14,5 auf 9,9 Prozent. Dell konnte mit einem leichten Verkaufszuwachs den Marktanteil von 7,4 Prozent auf 9,4 Prozent steigern.

In Westeuropa insgesamt fielen die PC-Verkäufe um knapp ein Fünftel auf 10,9 Millionen Geräte. (Computerwoche/dpa/hal)