Iomega: Microdrives, MOs, Peerless und Zip-Facelifts

Iomega steigt mit dem MO 1.3GB in den magneto-optischen Speichermarkt ein. IBMs MicroDrive gibt es nun ebenfalls mit Iomega-Stempel. Mit Peerless kündigt der Hersteller ein neues Laufwerkssystem an. Predator nennt sich ein neuer CD-RW-Brenner mit auffälligem Äußern. Und die bekannten Zips wurden einem Facelifting unterzogen.

Die Iomega MO-1.3GB-Laufwerke im 3,5-Zoll-Format sind ab Februar in zwei Versionen verfügbar: intern mit ATAPI-Schnittstelle sowie als externe SCSI-Variante. Die Laufwerkstechnik stammt von Fujitsu. Für das interne ATAPI-Laufwerk verlangt Iomega 879 Mark, die externe SCSI-Version kostet 919 Mark. Zum Vergleich: Die Originale von Fujitsu sind im Handel derzeit für 730 Mark (intern) und 820 Mark (extern, SCSI) zu haben.

Magneto-optisch: Mit dem MO 1.3GB steigt Iomega nun auch in den MO-Markt ein. Die Technik stammt von Fujitsu.

Die zweite Iomega-Neuheit ist ebenfalls kein Eigengewächs: das 340-MB-Microdrive. Die Minifestplatte mit 340 MByte Kapazität stammt von IBM und ist bereits seit 1999 im Handel. Seit Juni 2000 bietet IBM auch eine 1-GByte-Variante des Microdrives an. Das Iomega 340 MB Microdrive verfügt wie das Original über eine CF+-Schnittstelle und wird mit einem PC-Card-Adapter ausgeliefert. Einen deutschen Preis für das in den USA bereits erhältliche Laufwerk hat Iomega nicht genannt.

Auf die Frage von tecChannel.de, ob das Microdrive ein Indiz für das Scheitern der eigenen Clik!-Technik sei, wurde energisch widersprochen. Im Corporate-Bereich erfreue sich das Clik!, das jetzt unter dem Namen PocketZip vermarktet wird, hoher Beliebtheit. Auch über den Erfolg des im November 2000 begonnenen Verkaufs des HipZip-MP3-Players ließ Iomega Fragen offen. Der 900 Mark teure Player verwendet die 40 MByte fassenden PocketZips als Speichermedium.

Festplattentechnik: Das neue Iomega Peerless verwendet bis zu 20 GByte große Wechselmedien.

Als echte Neuheit präsentiert sich hingegen Iomegas Peerless. Peerless ist eine modulare Speicherplattform, die auf Festplattentechnologie basiert. Peerless besteht aus einer Basisstation, die austauschbare Disks mit einer Kapazität von 5, 10 und 20 GByte fasst. In den abgeschlossenen und somit gegen Staub unempfindlichen Disks ist der Schreib-/Lesekopf bereits integriert. Die Festplattenelektronik befindet sich in der Basisstation. Die Übertragungsraten sollen bei 15 MByte/s liegen. Die europäische Produkteinführung ist für das dritte Quartal 2001 mit 1394- oder USB-1.1-Schnittstelle geplant. USB 2.0 und SCSI-Varianten sollen später folgen. In den USA wird es Peerless ab Mitte 2001 zu einem Preis von 249 US-Dollar (ohne MwSt.) geben. Die Preise für die Disks beziffert Iomega auf 129 US-Dollar für das 5-GByte-Medium bis zu 199 US-Dollar für die 20-GByte-Disk (ebenfalls ohne MwSt.). Deutsche Preise konnte Iomega noch nicht nennen. Auf die Frage, ob die Festplattentechnik ebenfalls von Fujitsu komme, hieß es nur "kein Kommentar". Diese Antwort lässt sich zumindest dahingehend interpretieren, dass Iomega keine Eigenentwicklung einsetzt.

Predator: Iomegas neuer CD-RW-Brenner fällt vor allem durch äußere Werte auf.

Im optischen Bereich stellt Iomega mit dem Predator ein 799 Mark teures neues CD-RW-Laufwerk vor. Der 8x4x32-Brenner fällt durch sein extravagantes Design auf und ist vorerst nur mit USB-1.1-Interface erhältlich. Damit ist lediglich eine effektive 4x4x6-Leistung möglich. Später sollen eine Firewire-, PC-Card-Adapter- sowie eine USB-2.0-Version folgen.

Das Auge speichert mit: Mit frischem Design will Iomega das ergraute Zip 100 wieder attraktiver machen.

Iomega frischt das in die Jahre gekommene Zip-100 mit neuem Design auf. Das mit USB-Schnittstelle ausgestattete Drive ist ab Anfang Februar für 299 Mark im Handel erhältlich. Technisch hat sich an dem Laufwerk nichts geändert, die Stromversorgung des USB-Drives erfolgt - eigentlich nicht mehr zeitgemäß - weiterhin über ein externes Netzteil. Das kürzlich vorgestellte Zip 250MB USB Powered bezieht seinen Strom direkt über das USB-Kabel und ist für 499 Mark im Handel erhältlich.

Flache Rundungen: Das ZIP 250 USB Powered im ultraflachen Gehäuse bezieht seinen Strom aus dem USB-Kabel. Neu, aber ohne zusätzlichen Nutzen sind ZIP-250-Medien mit rundem Gehäuse.

Auch die Zip-Medien wurden nicht geschont und einem Facelifting unterzogen. Das 250-MByte-Medium mit dem Namen ZipU250 Disk gibt es jetzt auch mit ein paar Gehäuserundungen.

Insgesamt stützt sich Iomega immer mehr auf vorhandene Technik, verpasst dieser ein schickes Design und nutzt die vorhandenen Stärken in punkto Branding und Vertrieb. Dennoch überrascht Iomega auch mit innovativen Produkten wie dem Peerless. (cvi)