Intel-Tool gegen Übertakten

Intels "Frequency ID Utility" liegt nun in Version 2.0 vor. Damit lassen sich übertaktete Pentium III erkennen, was vor dem Kauf von verfälschten Prozessoren schützen kann. Bei Celerons gibt das Programm aber bisweilen falsche Werte aus.

Seit Jahren tauchen im Markt immer wieder CPUs auf, die von Kriminellen auf einen höheren Takt frisiert werden, als der Hersteller ursprünglich angegeben hatte. Mit solchen als "Remarks" bezeichneten verfälschten Prozessoren erwirbt der arglose Kunde ein übertaktetes Produkt, das Abstürze provozieren kann oder irgendwann schlicht durchbrennt.

Um den Remarkern das Geschäft zu erschweren, hat Intel in die Pentium-III-Prozessoren einen Mechanismus eingebaut, der Übertaktungen erkennen kann. Mit einem hier erhältlichen Programm kann man den vorgesehenen Takt mit dem tatsächlichen vergleichen. Damit lassen sich PCs mit Remarks schon im Laden erkennen. Die neue Version 2.0 des Programms arbeitet jedoch nur auf Pentium-III- und Xeon-Prozessoren zuverlässig, worauf das Tool auch hinweist. Auch bei den neuesten Pentium-III mit Coppermine-Kern funktioniert das Tool.

Obwohl dieser Celeron einen L2-Cache hat, findet das Frequency ID Utility ihn nicht.

Bei Celerons der aktuellen Version (Stepping 6) zeigt das Programm keinen L2-Cache an. Das würde bei einem Takt von 400 MHz darauf hinweisen, dass es sich um einen Remark des ersten Celeron (Codename Covington) handelt. Diese längst ausgelaufenen CPUs waren nur mit 300 und 333 MHz erhältlich. Tatsächlich wurde für das Bild aber ein aktueller Celeron mit 400 MHz und 128 KByte L2-Cache (Codename Mendocino) verwendet. Auf zahlreichen Pentium-III-CPUs im tecChannel-Labor lieferte das Intel-Programm jedoch schon bei kleinen Übertaktungen von drei Prozent immer korrekte Werte und warnte dementsprechend. Bei Pentium-II-Prozessoren stimmen die Angaben über den L2-Cache; Übertaktungen kann das Tool hier aber nicht erkennen. (nie)