Intel stellt Dual-Core-Itanium-CPU vor

Nach langem Warten präsentiert Intel offiziell den Dual Core Itanium 2 Processor 9000 Series. Der unter dem Codenamen „Montecito“ geführte Prozessor kommt überwiegend in Mission-Critical-Bereich zum Einsatz.

Der Itanium 2 Processor 9000 Series vereint zwei Cores auf einem Siliziumplättchen. Beide Cores basieren auf dem Madison 9M und besitzen ihren eigenen iL3-Cache. Statt 9 MByte beim Vorgänger enthält beim Montecito jeder Core 12 MByte Cache. Montecito ist Intels erster Itanium-Prozessor in 90-nm-Technologie und verfügt über insgesamt 1,72 Milliarden Transistoren.

Die Itanium-CPU arbeitet mit einem FSB von 400 und 533 MHz, die maximale Taktfrequenz beträgt 1.6 GHz. Damit taktet der Neuling nicht schneller als sein Vorgänger. Allerdings verspricht Intel durch die Dual-Core-Architektur, den Die-Shrink und den größeren iL3-Cache sowie interne Chip-Optimierungen eine Performance-Zuwachs um den Faktor 2. Zusätzlich soll der elektrische Leistungsverbrauch um 20 Prozent niedriger liegen, so dass der Index „Performance pro Watt“ 2,8-mal höher liegen soll, als beim Madison.

Dicht gedrängt: auf dem Dual-Core- Siliziumplättchen verrichten insgesamt 1,72 Milliarden Transistoren ihre arbeit. (Quelle: Intel)
Dicht gedrängt: auf dem Dual-Core- Siliziumplättchen verrichten insgesamt 1,72 Milliarden Transistoren ihre arbeit. (Quelle: Intel)

Herbert Cornelius, Technical Marketing Manager Emea bei Intel, betonte in einem Gespräch mit tecCHANNEL, das für Unternehmen das Thema Energiekosten von hoher Bedeutung ist. Intel will mit dem Montecito dieser Problematik gerecht werden und die Kühlungskosten von entsprechenden Rechnersystemen durch hohe Taktfrequenzen nicht übermäßig strapazieren.