CES 2014

Intel RealSense 3D erkennt Gesten und Gesichtsausdrücke

Intel will mit der neuen Produktlinie "RealSense" die nächste Phase der Bedienung einleiten: Geräte sollen sich etwa per Winken und mit Augenbewegungen steuern lassen. Der Chiphersteller will mit einer neuartigen Kamera die Bedienung von Computern vereinfachen.

Die Kamera RealSense 3D könne Gegenstände dreidimensional erfassen, Handbewegungen erkennen und auch Gesichtsausdrücke unterscheiden, sagte Intel-Manager Mooly Eden am Montag auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas. "Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das untereinander tun", sagte er.

Kompakt: Intel-Manager Mooly Eden zeigt den RealSense-3D-Kamerasensor auf der CES 2014.
Kompakt: Intel-Manager Mooly Eden zeigt den RealSense-3D-Kamerasensor auf der CES 2014.
Foto: Intel

Intel sucht unter Hochdruck nach Alternativen zum schrumpfenden Geschäft mit PC-Chips. Eden zeigte, wie ein Laptop mit Wink- und Wischbewegungen vor der Kamera bedient werden kann. Mit Hilfe der Gesichtserkennung sollen Nutzer Programme steuern können, indem sie nach rechts oder links schauen. Auch die Spracherkennung solle verbessert werden. "Die Stimme ist noch wichtiger als Berührungen", sagte Eden. Für Realsense arbeitet Intel mit Partnern wie 3D Systems, Autodesk, DreamWorks Animation, Metaio, Microsoft (Skype und Lync), Nuance, Scholastic und Tencent zusammen.

Lenovo, Asus und Dell sind unter den ersten Herstellern, die die Realsense-3D-Kamera in ihre Geräte einbauen wollen. Die ersten Computer damit sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Intel schwebt vor, dass die Kamerafunktionen etwa zur Steuerung von Spielen genutzt werden - das kennt man schon länger von beispielsweise der "Kinect"-Steuerung der Microsoft-Spielekonsole Xbox.

Intel kämpft mit sinkenden Verkäufen in seinem Kerngeschäft mit PC-Chips. Denn Nutzer greifen inzwischen lieber zu Tablet-Computern oder Smartphones. In diesen Bereichen konnten sich Intel-Chips bisher nicht durchsetzen. Allerdings zeigte Intel am Montag nur Computer mit der Kamera. Ob und wie sie in Tablets, Smartphones oder anderen tragbaren IT-Geräten eingesetzt werden könnte, erklärte das Unternehmen zunächst nicht.

Angesprochen auf die Daten, die bei Gesichtserkennung und Bewegungssteuerung anfallen, beruhigte Eden. "Wir speichern nichts, wir verarbeiten das in Echtzeit", sagte er der dpa nach der Präsentation. (dpa/tc/cvi)