Intel Manitoba: All-in-one-CPU für Handys

Bereits eine Woche vor dem IDF launcht Intel seinen ersten Knüller: Der PXA800F alias Manitoba enthält auf einem Chip alle Komponenten, die ein Multimedia-Internet-Handy benötigt.

Zwar schwächelt derzeit der PDA-Markt, doch Multifunktions-Handys wird eine große Zukunft vorausgesagt. Laut IDC sollen sie bis in zwei Jahren einen Marktanteil von über 75 Prozent erreichen. Betrachtet man die Verkaufszahlen von über 433 Millionen Handys etwa im letzten Jahr, kommt dabei eine nette Summe zusammen. Dabei geht IDC nicht einmal von einem großen UMTS-Hype aus. Nur rund 20 Prozent der Handys sollen in zwei Jahren UMTS -fähig sein. Treibende Kraft sind vielmehr Multimedia-Anwendungen wie integrierte Kameras, MP3-Player, Farbdisplays, komplexe Spiele mit Farbe und Sound sowie Business-Anwendungen.

Fast alles integriert: Im Wesentlichen benötigt der PXA800F nur noch einen HF-Analog-Chip.
Fast alles integriert: Im Wesentlichen benötigt der PXA800F nur noch einen HF-Analog-Chip.

Doch ob PDA oder Multifunktions-Handy, entscheidend für den Massenmarkt ist der Preis. Dieser war bislang durch die Vielzahl der für ein Mobile Device benötigten Komponenten relativ hoch. Mit dem PXA800F-Chip, Codename Manitoba, will Intel nun neue Anwendungen und Preispunkte erschließen - und ganz nebenbei den lukrativen Handy- und PDA-Markt aufmischen. Da Intel scheinbar genügend andere Highlights für das Intel Developer Forum in San Jose nächste Woche (18. - 21. Februar, tecCHANNEL berichtet vor Ort) zu bieten hat, zog man den Launch des ersten eigenen All-in-one-Handy-Chipsatzes einfach auf den 13. Februar vor.