Intel: 300 Millionen Dollar für P4-Werbung

Am kommenden Montag startet Intels weltweiter Werbefeldzug für den Pentium 4. Im Zentrum stehen einmal mehr die drei blauen Männer, die auch schon in den TV-Spots für den Pentium III auftraten.

Insgesamt will der Prozessor-Primus vom 19. Februar an bis in den Mai hinein 300 Millionen US-Dollar (nach derzeitigem Kurs über 644 Millionen Mark) in die neue Kampagne stecken. Das ist knapp 1,7 Mal soviel wie der Gewinn, den Konkurrent AMD im letzten Quartal erzielt hat. Anhand der aktuellen Prognosen heißt das: AMD muss ein halbes Jahr erfolgreich arbeiten, um den Betrag zu verdienen, den Intel in drei Monaten in die Werbung für ein einziges Produkt steckt.

Die Werbeträger für den Pentium 4 sind die selben wie beim Pentium III: Die avantgardistische Theater-Truppe Blue Man Group wird den neuen Prozessor in vier TV-Spots und zahlreichen Anzeigenmotiven anpreisen. Da sich Intel beim Pentium 4 für eine arabische Ziffer entschieden hat, können die drei Blue Man-Künstler nicht wie in einem der Pentium-III-Spots die Ziffer einfach mit ihren Kahlköpfen an die Wand malen.

Stattdessen sollen sie mit der neuen Versionsnummer der Pentium-Prozessoren spielen, wie Intel auf einem vorab veröffentlichten Bild schon einmal demonstriert.

Intels blaue Jungs: Die Blue Man Group weiß nicht so recht wohin mit der neuen großen Zahl.

Dass Intel mit dem Pentium 4 nicht mehr ein technisch überlegenes, sondern vor allem Lifestyle-orientiertes Produkt bewerben will, belegt die Ausrichtung der Kampagne, die der Chip-Hersteller wie folgt beschreibt: "Die Kampagne wurde gestaltet, um den Bekanntheitsgrad und die Erregung um den Pentium-4-Prozessor zu steigern." Ob man sich über den Pentium 4 wirklich erregen oder eher aufregen kann zeigt ein Blick in den Test der CPU. (nie)