In drei Wochen zum Online-Event

Nach den Terror-Anschlägen in New York musste die europäische RSA-Security-Konferenz innerhalb von drei Wochen in ein Online-Event umgewandelt werden. Allen technischen und organisatorischen Tücken zum Trotz schaffte das Event-Team den Schwenk.

Von: Dr. Johannes Wiele

Die RSA-Security-Konferenz in den USA gehört zu den weltweit wichtigsten Fachkonferenzen zum Thema IT-Sicherheit. Seit 2000 findet die Veranstaltung in einem kleineren Rahmen auch Europa statt. In diesem Jahr sollten sich die Konferenzteilnehmer vom 15. bis 18. Oktober in Amsterdam treffen.

Auch nach den Terroranschlägen am 11. September in New York wollte der Veranstalter die Konferenz zunächst stattfinden lassen, entschied sich am 25. September allerdings anders. Dabei spielten nicht nur die Befürchtungen der Teilnehmer eine Rolle, auch in Europa könnten Flugzeuge entführt werden. Die Anbieter der Security-Branche mochten ihre Geschäftsführer und Referenten weder gleichzeitig auf Langstreckenflüge schicken noch für einige Tage an einem Ort versammeln, der selbst Ziel eines Anschlags werden konnte.

RSA-Event-Team im 0-24-Raum beim Vorbereiten der Online-Konferenz.

RSA wandelte das Event daraufhin in eine Online-Veranstaltung um. Weil der Termin eingehalten werden sollte, musste die Event-Abteilung des Anbieters innerhalb von knapp drei Wochen ein Konzept für eine entsprechende Veranstaltung mit zirka 1800 Teilnehmern entwickeln und umsetzen.

"Einen Notfallplan für solch eine Aktion hatten wir nicht", erklärt Sandra Toms Lapedis, Vice President für den Konferenzbereich bei RSA. "Allerdings bestanden bereits Partnerschaften mit Firmen, die sich mit Online-Konferenzen auskennen."