IEC entwickelt Standards für Brennstoffzellen

Die International Electrotechnical Commission (IEC) hat eine Arbeitsgruppe für die Kompatibilität von Brennstoffzellen eingerichtet. Schon im nächsten Jahr könnten nach Ansicht von Toshiba, einem der Vorreiter der Technologie, erste Geräte auf den Markt kommen.

Die alternative Energiequelle zum herkömmlichen Akku soll dann etwa Handhelds, MP3-Player und Kameras versorgen. Zuständig für die Micro-Fuel-Cells ist bei der IEC unter anderem die neue Working Group 10 (kurz: WG10). Den Vorsitz hat Fumio Ueno, ein Entwicklungsmanager bei Toshiba. Der japanische Konzern hat sich maßgeblich für die Einrichtung einer solchen Arbeitsgruppe eingesetzt. Weiterer prominenter Teilnehmer ist Hitachi.

Ziel ist es, internationale Standards für Brennstoffzellen zu entwickeln, zum Beispiel was die Kompatibilität von Brennstoffzelle und Methanol-Tank betrifft. Das erste Treffen ist für den 20. September in Chicago terminiert. Finale Ergebnisse der Gruppe werden bis 2007 erwartet. Die WG10 ist bereits die dritte Arbeitsgruppe, die sich mit Brennstoffzellen beschäftigt. WG9 befasst sich derzeit mit Sicherheitsstandards und WG8 hat Leistungsstandards im Visier.

Prototyp: Toshiba zeigte eine Methanol-Brennstoffzelle ohne Pumpe und Lüfter. Quelle: Toshiba

Obwohl die Verabschiedung von Standards wahrscheinlich erst nach dem Verkaufsstart der ersten Geräte erfolgt, rechnet Toshiba nach Angaben eines Unternehmenssprechers dennoch mit kompatiblen Produkten. Gewährleistet sei dies durch die Zusammenarbeit der Unternehmen in den Arbeitsgruppen.

Toshiba hatte im Juni den Prototypen einer "Direct Methanol Fuel Cell" (DMFC) gezeigt, wir berichteten. Das Jahr 2005 ist als mögliches Release-Datum genannt worden. Mit ähnlichen Produkteinführungen rechnet auch Hitachi, das mit dem Unternehmen Tokai an einer DMFC arbeitet. (uba)

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