IDF: Seagate mit Native-Serial-ATA-Festplatte

Seagate demonstriert auf dem Intel Developer Forum erstmals eine Festplatte, die eine Native-Serial-ATA-Schnittstelle verwendet. Der serielle Datenstrom zum Laufwerk muss somit nicht mehr in das parallele ATA-Protokoll umgesetzt werden.

Bisherige Demonstrationen von Serial-ATA-Festplatten verwendeten noch einen Bridge-Baustein, der das serielle Protokoll parallelisiert. Diese Demo-Drives basierten auf herkömmlichen ATA-Festplatten mit parallelem Interface. Die von Seagate jetzt gezeigte Barracuda ATA IV nutzt erstmals ein so genanntes Native-Serial-ATA-Interface. Native bedeutet, dass der serielle Datenstrom nicht mehr in ein anderes Format umgesetzt werden muss, sondern direkt verarbeitet werden kann.

Echt seriell: Seagate zeigt auf dem IDF eine Barracuda ATA IV mit Native Serial-ATA-Interface. Bisherige Demo-Laufwerke hatten einen Bridge-Baustein, der das serielle ins parallele Protokoll umsetzt.

Durch die Native-Serial-ATA-Schnittstelle der Seagate-Festplatte steht erstmals die volle Interface-Geschwindigkeit von 150 MByte/s zur Verfügung. Der Overhead durch die Befehlsumsetzung fällt weg. Seagates Native-Serial-ATA-Controller besteht aus einer 1-Chip-Lösung, die den Physical-Layer-, den Link- und Transport-Layer- sowie den AT-Controller-Chip vereint. Laut Seagate ist die gezeigte Barracuda ATA IV der finale Schritt zur Serienproduktion von Serial-ATA-Laufwerken.

Mit der Auslieferung von Serial-ATA-Festplatten will Seagate nach eigenen Aussagen aber erst beginnen, sobald führende Chipsatz-Hersteller entsprechende Controller auf den Mainboards integriert haben oder PCI-Steckkarten ausliefern.

Zusätzliche Informationen zum Thema finden Sie im Beitrag High-Speed IDE: Serial ATA und im Test: Ultra-ATA/133. (cvi)