IDF: Rambus RIMM-4200-Modul mit 4,2 GByte/s

Rambus demonstriert auf dem Intel Developer Forum ein RIMM-Speichermodul mit einer Bandbreite von 4,2 GByte/s. Das RIMM 4200 bietet damit die doppelte Datentransferrate aktueller RDRAM-basierender Speichermodule.

Derzeitige RIMMs mit einer Taktfrequenz von 800 MHz erlauben einen maximalen Datendurchsatz von 1,6 GByte/s. Die von Rambus kürzlich vorgestellten RDRAM-Speicher mit 1066 MHz Taktfrequenz bieten 2,1 GByte/s Bandbreite.

Two in one: Das RIMM 4200 vereint zwei RDRAM-Kanäle auf einem Modul. In der Modulmitte sehen Sie die eingebaute Terminierung.

Um nun die Bandbreite von 4,2 GByte/s zu ermöglichen, hat Rambus einen Trick angewendet: Auf dem neuen Speichermodul sind zwei RDRAM-Kanäle integriert. Das RIMM-4200-Modul arbeitet dadurch mit herkömmlichen Dual-Channel-Rambus-Chipsätzen wie Intels i860 zusammen. Statt ein Dual-Channel-System immer paarweise mit Modulen bestücken zu müssen, genügt mit dem RIMM 4200 ein einzelnes Modul. Das RIMM 4200 fasst zwei Kanäle auf einer Speicherplatine zusammen. 4200-Module vereinfachen mit einer eingebauten intelligenten Channel-Terminierung auch das Mainboard-Design, so Steven Woo, Principal Engineer bei Rambus im Gespräch mit tecCHANNEL. Die Terminierung auf dem Mainboard fällt weg. Maximal zwei Steckplätze für RIMM-4200-Module sind auf entsprechenden Boards möglich.

Asus P4T533: Das Prototyp-Mainboard mit Intel 850-Chipsatz ist für RIMM-4200-Module ausgelegt. Laut Asus soll das P4T533 noch im zweiten Quartal 2002 in die Serienproduktion gehen.

Statt der üblichen 184 Pin der 16-Bit-breiten Standard-RIMMs benötigt das RIMM 4200 eine Modulplatine mit 232 Pins. Die Datenbreite des neuen Moduls beträgt bei Addition der beiden RDRAM-Kanäle nun 32 Bit. Die physikalischen Ausmaße ändern sich durch die erhöhte Pinzahl aber nicht. Der bislang in der Modulmitte von Pins unbelegte Platinenbereich wird beim RIMM 4200 genutzt. Dadurch bleiben auch der Pinabstand sowie die Kontaktflächen gleich groß. Das RIMM 4200 entstammt einer Gemeinschaftsentwicklung von Samsung, ASUSTeK, Kingston, Tyco Electronics und Rambus. Ein erstes Mainboard mit Unterstützung von RIMM-4200-Modulen kommt von Asus. Das P4T533 soll bereits im zweiten Quartal 2002 in Stückzahlen verfügbar sein.

Auf RIMM-4200-Modulen finden die neuen 1066-MHz-RDRAM-Speicher ihren Einsatz. Kingston hat bereits eine Vielzahl von RIMM-4200-Prototypen hergestellt. Laut dem Speicherhersteller kann die Massenproduktion beginnen, sobald neue Mainboards für das "Dual-Channel-Modul" vor der Auslieferung stehen. Neben dem RIMM 4200 zeigt Rambus im Showcase des Intel Developer Forums bereits RDRAM-Speicher mit 1200 MHz Taktfrequenz. Zusätzliche Informationen liefert der Grundlagenartikel Rambus im Detail. (cvi)