IDF: Details zum Xeon 7000

Intel gibt auf dem Intel Developer Forum weitere Details zu den ersten Dual-Core-Xeons mit dem Codenamen Paxville bekannt. Der Xeon MP für Mehrwege-Systeme besitzt je zwei MByte L2-Cache pro Core und arbeitet mit einem 667/800 MHz schnellen Prozessorbus.

Intel zieht die Vorstellung seiner Xeon-MP-Prozessoren mit Dual-Core-Technologie auf das vierte Quartal 2005 vor. Laut Pat Gelsinger, Chef der Digital Enterprise Group, sollen die Dual-Core-Xeons in einer „frühen Phase“ des vierten Quartals auf den Markt kommen, vermutlich im Oktober. Ursprünglich sollte der Dual-Core-Xeon mit dem Codenamen „Paxville“ im ersten Quartal 2006 debütieren.

Der mit dem Codenamen "Paxville MP" versehene Xeon MP für Systeme mit vier und mehr Prozessoren wird im 90-nm-Prozess gefertigt und vereint beide Cores auf einem Die. Zusätzlich beherrscht Paxville MP Hyper-Threading und präsentiert sich somit nach außen wie eine 4-Wege-CPU. Intel demonstrierte auf dem IDF einen Server mit vier Paxville-MP-CPUs. Entsprechend sind im Task-Manager 16 CPUs ausgewiesen.

CPU-Reigen: Intel demonstrierte ein System mit vier Xeon-7000-Prozessoren. Pro Xeon sind durch die Dual-Core-Technologie und Hyper-Threading vier CPUs im Task-Manager zu sehen.
CPU-Reigen: Intel demonstrierte ein System mit vier Xeon-7000-Prozessoren. Pro Xeon sind durch die Dual-Core-Technologie und Hyper-Threading vier CPUs im Task-Manager zu sehen.

Als Chipsatz nutzt Paxville MP weiterhin den E8500-Chipsatz „Twin Castle“ aktueller Xeon-MP-Prozessoren. Der Chipsatz unterstützt als Besonderheit Quad-Channel-DDR2-400-Speicher. Die Prozessoren steuert Twin Castle mit zwei unabhängigen Prozessorbussen an, die mit 667 MHz Taktfrequenz arbeiten.

Zum Launch des Paxville MP bietet Intel somit nur Versionen mit 667 MHz schnellem FSB an. Zu einem späteren Zeitpunkt liefert der Hersteller dann Paxville MPs mit 800 MHz FSB aus. Diese CPUs benötigen eine neue Revision des E8500-Chipsatzes, wie Pat Gelsinger auf Nachfrage von tecCHANNEL mitteilte.

Zu den weiteren Features des Paxville MP zählt ein jeweils zwei MByte großer L2-Cache pro Core. Die Virtualisierungstechnologie Vanderpool ist zum Launch im Paxville MP noch nicht integriert, sie folgt in der ersten Jahreshälfte 2006 in neuen CPU-Revisionen. Intel führt mit dem Paxville MP die bereits angekündigte Prozessornummer bei den Xeon-MP-CPUs ein. Entsprechend erhalten die CPUs die Bezeichnung Xeon 7000.

Vertraute Basis: Intels erste Dual-Core-Xeons Paxville DP (links im Bild) und Paxville MP (rechts im Bild) setzen auf vorhandene Plattformen.
Vertraute Basis: Intels erste Dual-Core-Xeons Paxville DP (links im Bild) und Paxville MP (rechts im Bild) setzen auf vorhandene Plattformen.

Ebenfalls im vierten Quartal 2005 stellt Intel den Xeon mit dem Codenamen „Paxville DP“ vor. Dieser so genannte „Premium Dual-Core Xeon“ für 2-Sockel-Systeme wird den aktuellen Xeon-DP-Server-Chipsatz E7520 nutzen (Lindenhurst). Mit dem Paxville DP will Intel den Early Adopters möglichst schnell Dual-Core-Xeons für vorhandene Plattformen anbieten. Der Paxville DP erhält ebenfalls einen je zwei MByte großen L2-Cache pro Core. Angaben zu den Taktfrequenzen der Paxville-Prozessoren machte Intel noch nicht.

Das Vorziehen der Xeons mit Dual-Core-Technologie lässt sich als Reaktion auf den Erfolg von AMDs Opteron mit Doppelkernen werten. Die Texaner bieten die Dual-Core-Technologie im Opteron bereits seit April 2005 an. Einen Test des Dual-Core-Opterons können Sie bei tecCHANNEL im Artikel Erster ausführlicher Test: AMDs Dual-Core-Opteron nachlesen. (cvi)

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