IDF: DDR2-667-Speicher fertig

Laut Intels Aussage auf dem Intel Developer Forum steht der DDR2-667-Speicher kurz vor der Markteinführung. Im Jahr 2006 folgen DDR2-800-Module sowie bereits erster DDR3-Speicher mit 1066 MHz Taktfrequenz.

Intel ist aktuell mit der Validation von DDR2-667-Speicher verschiedener Hersteller beschäftigt. So sind von Intel bereits 15 verschiedene DRAM-ICs der Hersteller Micron, Samsung und Hynix mit den Timings 4-4-4 und 5-5-5 abgesegnet. Auch sechs DDR2-667-DIMMs überstanden die Validation auf Intels neuer Desktop-Plattform mit 945/955X-Chipsatz. Diese Chipsätze mit DDR2-667-Unterstützung kommen im zweiten Quartal 2005 zusammen mit den Dual-Core-CPUs Pentium D und Pentium Extreme Edition 840 auf den Markt.

Im Jahr 2006 folgen dann DDR2-800-Speichermodule. Laut Intel gibt es bei DDR2-800 zusätzliche technische Herausforderungen wie engere AC-Timings, an denen die JEDEC noch arbeitet. Außerdem erfordert dieser Speicher ein verbessertes DIMM- und Mainboard-Design. Derzeit befindet sich DDR2-800-Speicher somit noch im Prototypen-Status. Die Finalisierung der Spezifikationen wird laut Intel bis Mitte 2005 erwartet. Intel sowie das JEDEC-Gremium und die Speicherhersteller arbeiten parallel bereits an der Definition von DDR3 als nächste Speichergeneration. DDR3 ist eine evolutionäre Weiterentwicklung der DDR2-Speichertechnik und bietet höhere Bandbreiten bei niedrigerer Leistungsaufnahme.

Speicher-Roadmap: DDR2-SDRAM wird im zweiten Quartal 2005 um 667-MHz-Varianten erweitert. Im Jahr 2006 gehen DDR2-800-Speicher sowie DDR3-SDRAM mit 800 und 1066 MHz Taktfrequenz an den Start.

Während DDR2-SDRAM-Chips eine Core-Spannung von 1,8 V benötigen, begnügt sich DDR3-Speicher mit 1,5 V. Zur weiteren Energieeinsparung beherrscht DDR3-SDRAM effizientere Powermanagement-Modi. Fortschritt verspricht DDR3-Speicher auch durch 15 bis 20 Prozent niedrigere Latenzzeiten beim Lesen von Daten. Der Steckplatz von DDR3-Modulen bleibt dagegen bis auf die versetzte Markierungskerbe unverändert im Vergleich zu DDR2-DIMMs. Mit einer 8-Bit-Prefetch-Technologie erlaubt DDR3-SDRAM bei gleicher realer Taktfrequenz höhere Bandbreiten als DDR2-SDRAM mit 4-Bit-Prefetch. Erste noch 2006 auf den Markt kommende DDR3-Module arbeiten mit einer effektiven Taktfrequenz von 800 und 1066 MHz. Weitere Informationen über aktuelle Speichertechnologien erfahren Sie in dem Artikel Arbeitsspeicher: Die neuen Standards im Überblick. (cvi)

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