Freiwilliger Beitrag zur Kostensenkung

HP Schweiz: Alle Mitarbeiter sollen auf Lohn verzichten

Umsatz und Gewinn von HP befinden sich im Sinkflug. Jetzt sollen Mitarbeiter auf Lohn verzichten, um ihre Stellen zu retten.

Im abgelaufenen dritten Finanzquartal 2009 musste HP beim Umsatz Federn lassen. So sankt der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn bracht sogar um 19 Prozent ein und beträgt noch 1,6 Milliarden Dollar. Jetzt zieht HP die Notbremse: Die rund 2000 Schweizer Mitarbeiter des IT-Giganten sollen einem Bericht der Nachrichtensendung „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens (SF) zufolge freiwillig auf fünf bis zehn Prozent ihres Lohns verzichten.

In dem SF-Beitrag wird ein Schreiben von HP an die Angestellten zitiert, wonach wegen der globalen Wirtschaftslage die laufenden Kosten reduziert werden müssten, um weitere Kündigungen zu begrenzen. Die Schweizer HP-Chefin Hauke Stars hätte via Mail die Mitarbeiter darum gebeten, dem freiwilligen Lohnverzicht zuzustimmen.

HP Schweiz hat der Rundschau inzwischen in einem Schreiben mitgeteilt, dass sich „erfreulicherweise viele Mitarbeitende zu dieser Salärreduktion bereit erklärt haben“. Dies ermögliche, die Lohnkosten deutlich zu senken und andere Maßnahmen der Kostenreduktion – wie etwa Stellenabbau – zu begrenzen. Die Gewerkschaft Kommunikation fordert der Rundschau zufolge jetzt wenigstens eine Arbeitsplatzgarantie für die betroffenen Mitarbeiter. Außerdem weist sie auf eine Marktverzerrung durch die jetzt niedrigeren Lohnkosten von HP hin.

Im vergangenen Februar hatte HP mitgeteilt, dass die Grundgehälter der obersten Führungsschicht aus Kostengründen um 15 Prozent gekürzt werden. Das mittlere Kader und die übrigen Angestellten sollten zehn respektive fünf Prozent weniger Lohn erhalten, hieß es damals. (ala)